Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland ist grundsätzlich bereit einen nahen Angehörigen zu pflegen. Dabei geben 84 Prozent der Menschen in Deutschland an, dass die Unterstützung durch Freunde und Familie die eigene Pflegebereitschaft erhöhen würde. Finanzielle Unterstützung wäre für 76 Prozent ein Anreiz zur Pflege. 74 Prozent sagen, dass technische Hilfen wie ein Heberoboter sie zur Pflege eines Angehörigen motivieren würde. Besonders Menschen zwischen 18 und 39 Jahren wünschen sich fachkundige Beratung bei der Pflege und Unterstützung durch den Arbeitgeber mittels flexibler Arbeitszeiten (jeweils 88 Prozent).

Fami­liäre Unter­stüt­zung moti­viert

TK-Infografik zu den Anreizen für die Pflegebereitschaft der Menschen in Deutschland laut TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Laut TK-Meinungspuls Pflege 2018 geben 84 Prozent der Menschen in Deutschland an, dass ihre Unterstützung durch Freunde und Familie die eigene Pflegebereitschaft erhöhen würde.

Mehrheit würde für die Pflege beruflich kürzer treten

61 Prozent der Berufstätigen, die grundsätzlich bereit sind, zu pflegen, würden ihre wöchentliche Arbeitszeit reduzieren, um dieser Aufgabe nachzukommen. Jeder Fünfte kann sich eine längere Auszeit vom Beruf vorstellen - sechs Prozent gar, ihren Job vollständig aufzugeben.

Stra­ßen­um­frage: Würden Sie dafür auch im Job kürzer treten?


Dabei kann sich jeder Dritte grundsätzlich Pflegebereite ein berufliches Kürzertreten nicht vorstellen. Vor allem diejenigen mit Abitur oder Hochschulabschluss sind eher bereit, ihre Stunden im Beruf zu reduzieren (70 Prozent), unter denjenigen mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife sind es 50 bzw. 57 Prozent.

61 Prozent würden im Job Stunden redu­zieren

TK-Infografik zur Bereitschaft für die Pflege im Job kürzer zu treten. Basierend auf TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Laut TK-Meinungspuls-Pflege sind 61 Prozent der "grundsätzlich Pflegebereiten" unter den Berufstätigen bereit, für diese Aufgabe ihre wöchentliche Arbeitszeit zu reduzieren.

Zwischen den Regionen in Deutschland ist die Bereitschaft, für die Pflege im Job kürzer zu treten, unterschiedlich ausgeprägt: Während in Berlin/Brandenburg und Bayern über zwei Drittel bereit wären, ihre Wochenstunden zu reduzieren, sind es in Baden-Württemberg sowie Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern nur knapp die Hälfte (47 bzw. 50 Prozent).

Beruf­lich kürzer treten, um zu pfle­gen?

TK-Infografik zur Bereitschaft für die Pflege Arbeitszeit aufzugeben nach Bundesländern laut TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
In Berlin, Brandenburg und Bayern wären über zwei Drittel der Menschen dazu bereit, ihre Wochenstunden zu reduzieren, um zu pflegen. Das zeigt der TK-Meinungspuls Pflege 2018.

Hinweis für die Redaktion

Im Auftrag der TK befragte Forsa im April 2018 für den TK-Meinungspuls Pflege bevölkerungsrepräsentativ 1.007 Menschen in Deutschland zum Thema Pflege. In computergestützten Telefoninterviews wurden in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Stichprobe ist nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung gewichtet.