Stra­ßen­um­frage: Können Sie sich vorstellen einen nahen Ange­hö­rigen zu pfle­gen?

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Obwohl Pflege eine große Herausforderung darstellt, können sich 86 Prozent der Menschen in Deutschland vorstellen, einen pflegebedürftigen Angehörigen mehrere Stunden in der Woche zu versorgen. Etwas geringer ist diese Bereitschaft, wenn eine Demenz vorliegt: Zur Pflege von nahen Angehörigen mit Demenz erklärt sich jedoch mit 79 Prozent noch eine große Mehrheit bereit.

Ob bereits Erfahrungen mit dem Thema Pflege bestehen, wirkt sich auch auf die Pflegebereitschaft aus. Wer durch persönliche Kontakte bereits Erfahrung mit Demenz hat, ist pflegeskeptischer: 17 Prozent dieser "Demenzerfahrenen" kann sich nicht vorstellen, einen Angehörigen zu pflegen. Unter denjenigen ohne Demenzerfahrung sind das nur 11 Prozent.

86 Prozent würden Ange­hö­rige pflegen

TK-Infografik zur Bereitschaft der Menschen in Deutschland Angehörige selbst zu pflegen laut TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
86 Prozent der Menschen in Deutschland können sich laut TK-Meinungspuls Pflege 2018 vorstellen, einen pflegebedürftigen Angehörigen mehrere Stunden in der Woche zu versorgen.

Acht von zehn chronisch Kranken würden pflegen

Der eigene Gesundheitszustand beeinflusst die Pflegebereitschaft - dennoch ist Krankheit für die große Mehrheit kein Hindernis: Während 88 Prozent derjenigen, die sich gesund fühlen, bereit sind, einen nahen Angehörigen zu pflegen, können sich das auch 72 Prozent der Menschen mit schlechterer Gesundheit vorstellen. Auch acht von zehn chronisch Kranken signalisieren Pflegebereitschaft, unter den Gesunden sind es 89 Prozent.

Wer ist bereit zu pfle­gen?

TK-Infografik zur Bereitschaft zu pflegen, nach Beziehungsstatus und Gesundheitszustand laut TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
88 % derjenigen, die sich gesund fühlen, sind bereit einen nahen Angehörigen zu pflegen. Das zeigt sich aus den Zahlen des TK-Meinungspulses Pflege 2018.

Zwei Drittel würden Körperpflege eines Angehörigen übernehmen

Danach gefragt, welche Aufgaben sie für einen Pflegebedürftigen übernehmen würden, ergab folgendes Bild: Fast alle Menschen in Deutschland (96 Prozent) würden einem pflegebedürftigem Angehörigen Gesellschaft leisten, z. B. vorlesen oder gemeinsam spazieren gehen. Unterstützung im Haushalt würden 80 Prozent der Menschen leisten. Zwei Drittel (66 Prozent) können sich vorstellen, bei der Körperpflege zu unterstützen. Nur jeder Zweite wäre allerdings bereit, zu wickeln oder Bettpfannen zu leeren.

Vorlesen ja, Vorlagen wech­seln eher nicht

TK-Infografik zur Bereitschaft zur Übernahme von Pflegetätigkeiten nach Tätigkeit. Basierend auf TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Laut TK-Meinungspuls Pflege 2018, können sich acht von zehn Befragten vorstellen, im Haushalt zu unterstützen. Die Körperpflege eines Angehörigen kommt für zwei Drittel in Frage.

Wer Pflegeerfahrung hat, ist eher bereit zu pflegen

Welche Aufgaben in der Körperpflege die Befragten bereit sind zu übernehmen, hängt auch von der persönlichen Erfahrung damit ab: Knapp 6 von 10 Menschen mit Kindern im Haushalt, wären bereit auch Pflegebedürftige zu wickeln. Unter denjenigen, mit beruflicher Pflegeerfahrung sind es sogar 73 Prozent. Bei der Körperpflege kann sich zwei Drittel der Eltern (66 Prozent) vorstellen, einen Angehörigen zu unterstützen. Unter professionell Pflegenden sind es 83 Prozent.

Wer Pflege kennt, ist bereit zu pflegen

TK-Infografik zur Pflegebereitschaft nach Art der Pflege und Vorkenntnissen. Basierend auf TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Knapp sechs von zehn Menschen mit Kindern im Haushalt würden bei Pflegebedürftigen die Vorlagen wechseln. Das zeigt der TK-Meinungspuls-Pflege 2018.

Pflegebereitschaft höher als vermutet

Vergleicht man die Bereitschaft zur Pflege mit deren öffentlichem Image fällt auf: Die Realität in Sachen Pflegebereitschaft sieht deutlich besser aus als die Vorstellungen davon: Obwohl 68 Prozent sagen, dass die Bereitschaft zur Pflege abnimmt, können sich 86 Prozent vorstellen, selbst einen Angehörigen zu pflegen.

Pflege: Realität besser als Vorstel­lung

TK-Infografik zur Bereitschaft, Angehörige zu pflegen und der Einschätzung im Allgemeinen laut TK-Meinungspuls Pflege 2018. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Obwohl 68% annehmen, dass die Bereitschaft zur Pflege allgemein abnimmt, können sich 86% vorstellen, selbst einen Angehörigen zu pflegen, so der TK-Meinungspuls Pflege 2018.

Hinweis für die Redaktionen

Im Auftrag der TK befragte Forsa im April 2018 für den TK-Meinungspuls Pflege bevölkerungsrepräsentativ 1.007 Menschen in Deutschland zum Thema Pflege. In computergestützten Telefoninterviews wurden in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Stichprobe ist nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung gewichtet.