Viele Menschen beschäftigt das Altern. Damit sind oft auch Sorgen und Ängste verbunden: So fürchtet sich jeder Zweite geistig abzubauen. Die Vorstellung, einsam zu sein, treibt hingegen ein Drittel der Befragten um. Die Finanzierung der eigenen Pflege wiederum bereitet 56 Prozent der Menschen Sorge - Frauen sind stärker betroffen als Männer: Während die Finanzierung der Pflege nur die Hälfte der Männer beschäftigt, sind es bei den Frauen 62 Prozent.

Sorgen rund ums Altern

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Knapp sieben von zehn Befragten fürchten sich vor dem Verlust der Selbstständigkeit im Alter. Die Finanzierung der Pflege bereitet 56 Prozent der Menschen Sorge. Jeden Zweiten treibt der Gedanke um, im Alter geistig abzubauen. Auch die Vorstellung, einsam zu sein, beschäftigt ein gutes Drittel der Befragten.

Jüngere mit größerer Angst vor dem Alter

Bei den Sorgen und Ängsten um das eigene Altwerden zeigt sich: Je älter die Menschen, desto geringer werden die Sorgen. Während 73 Prozent der 18 bis 39-Jährigen den Verlust ihrer Selbstständigkeit fürchten, sind es bei den über 60-Jährigen 61 Prozent.

Wird jemand zur Pflege da sein?


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Bei der Finanzierung der Pflege wird der Unterschied noch deutlicher. Während 60 Prozent der jüngeren Altersgruppe befürchten, sich die Pflege nicht leisten zu können, sind es bei den Über-60-Jährigen gut vier von zehn (42 Prozent). Eine Rolle spielt auch die wirtschaftliche Lage: 7 von 10 derjenigen mit einem geringen Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro treibt die Finanzierung der eigenen Pflege um (71 Prozent).

Angst vor dem Altern: Eine Frage des Alters

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Während sich unter den 18 bis 39-Jährigen 73 Prozent der Menschen um den Verlust ihrer Selbstständigkeit im Alter sorgen, sind es bei den Über-60-Jährigen weniger mit  61 Prozent. Bei der Finanzierung der Pflege wird der Unterschied noch deutlicher. Hier beschäftigt 60 Prozent der jüngeren Altersgruppe die Sorge, sich die Pflege nicht leisten zu können. Bei den Über-60-Jährigen sind es hingegen nur 42 Prozent.

Tabuthema Pflege

Über die Hälfte der Menschen in Deutschland hat noch nie mit Angehörigen über Wünsche und Ängste bei der eigenen Pflege gesprochen. Gleichzeitig beklagen drei von vier Personen, dass über das Thema zu wenig gesprochen wird. Besonders unter jungen Leuten, scheint die Pflege - trotz der ausgeprägten Sorgen - kaum ein Thema zu sein. Bei den 18- bis 39-Jährigen hat bislang nur ein Drittel bisher über das eigene Altern und eine mögliche Pflegebedürftigkeit gesprochen. Unter den Erwerbstätigen sind es 38 Prozent, während bei den Erwerbslosen fast die Hälfte (49 Prozent) schon einmal mit Angehörigen über die eigene Pflege gesprochen hat.

Tabu­thema Pflege

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Über die Hälfte der Menschen in Deutschland hat noch nie mit Angehörigen über Wünsche und Ängste bei der eigenen Pflege gesprochen. Gleichzeitig beklagen drei von vier Personen, dass über das Thema allgemein zu wenig gesprochen werde.

Nur knapp jeder Zweite spricht über Pflege

Weniger als die Hälfte der Menschen in Deutschland spricht über Pflege. Bei der Redefreudigkeit gibt es erhebliche regionale Unterschiede: Während in Berlin/Brandenburg (32 Prozent) und Bayern (35 Prozent) nur knapp ein Drittel der Menschen bereits mit ihren Angehörigen über Pflege gesprochen hat, sind es in Baden-Württemberg (50 Prozent), Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (52 Prozent) etwa die Hälfte.

Wo über Pflege gespro­chen wird

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Nicht einmal die Hälfte (44 Prozent) der Menschen in Deutschland haben schon einmal mit der Familie oder Freunden über das Thema Pflege gesprochen. Dabei gibt es erhebliche regionale Unterschiede: Während in Berlin/Brandenburg (32 Prozent) und Bayern (35 Prozent) nur knapp ein Drittel der Menschen das Thema bereits auf den Tisch gebracht hat, sind es in Baden-Württemberg (50 Prozent), Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (52 Prozent) etwa die Hälfte.

Unzufriedenheit bei der eigenen Vorsorge

Auch im Hinblick auf die finanzielle Vorsorge im Alter haben viele Menschen Bedenken. So ist nicht einmal jeder Zweite mit der eigenen Vorsorge für den Fall einer Pflegebedürftigkeit zufrieden (48 Prozent). Wenig verwunderlich ist auch hier das Einkommen ein entscheidender Faktor: Während sich unter denjenigen mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1.500 Euro nur jeder Vierte ausreichend abgesichert fühlt (24 Prozent), sind 64 Prozent der Personen mit einem Einkommen von 4.000 Euro und mehr zufrieden mit ihrer Vorsorge.

Nicht einmal jeder Zweite fühlt sich ausrei­chend abge­si­chert

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Nicht einmal jeder Zweite ist mit der eigenen Vorsorge für den Fall einer Pflegebedürftigkeit zufrieden. 48 Prozent fühlen sich nicht ausreichend abgesichert, 47 Prozent hingegen schon. Darüber hinaus gab jeder Dritte an, noch keinerlei finanzielle Vorsorge für das Alter getroffen zu haben.

Hinweis für die Redaktionen

Im Auftrag der TK befragte Forsa im April 2018 für den TK-Meinungspuls Pflege bevölkerungsrepräsentativ 1.007 Menschen in Deutschland zum Thema Pflege. In computergestützten Telefoninterviews wurden in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Stichprobe ist nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung gewichtet.