Smart-Home-Technologien - etwa Sensoren, die Stürze melden - haben das Potenzial, eine längere Selbständigkeit zu Hause zu fördern. Insgesamt 90 Prozent der Befragten können sich vorstellen, selbst im Alter smarte Sensoren einzusetzen, um länger selbständig im eigenen Haushalt zu bleiben. Unter den Jungen sind es sogar 94 Prozent - bei den über 60-Jährigen immerhin noch 84 Prozent. Dabei fällt auf, dass unter denjenigen, die sich selbst nicht vorstellen können, jemanden zu pflegen, auch die Skepsis gegenüber den smarten Helfern größer ist: 23 Prozent von ihnen können sich den Einsatz solcher Technik in der Pflege zu Hause nicht vorstellen.

90% wollen smarte Unter­stüt­zung

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Die große Mehrheit wünscht sich digitale Unterstützung im Alter. Insgesamt 90 Prozent der Befragten können sich vorstellen, smarte Sensoren einzusetzen, um länger selbstständig im eigenen Haushalt zu bleiben. Mit Blick in die Zukunft rechnen acht von zehn Menschen damit, dass smarte Seniorenhaushalte in zehn Jahren selbstverständlich sein werden.

Dass die Pflege der Zukunft stärker auf Vernetzung setzt, davon gehen vier von fünf Menschen in Deutschland aus. Sie rechnen damit, dass in 10 Jahren smarte Technik fester Bestandteil von Seniorenhaushalten sein wird.

Größere Skepsis bei Pflegerobotern

Pflegeroboter als Antwort auf fehlende Pflegekräfte prägen die öffentliche Debatte. Tatsächlich kann sich über die Hälfte der Menschen in Deutschland vorstellen, bei körperlicher Einschränkung, die Hilfe eines solchen Roboters in Anspruch zu nehmen. Deutlich weniger also als diejenigen, die offen für smarte Technik im eigenen Haushalt sind. Unter den chronisch Kranken kann sich nur eine knappe Mehrheit (51 Prozent) diese Form der Pflegehilfe vorstellen. Knapp jeder Dritte rechnet dennoch damit, dass in zehn Jahren jeder Pflegebedürftige von einem Roboter unterstützt werden wird.

Pfle­ge­ro­bo­ter: Die Mehr­heit sagt "Ja"

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58 Prozent der Menschen in Deutschland würden sich im Pflegefall bei körperlichen Einschränkungen von einem Pflegeroboter unterstützen lassen. 26 Prozent rechnen damit, dass in zehn Jahren jeder Pflegebedürftige von einem Roboter unterstützt wird.

"Wir setzen uns dafür ein, dass künftig auch Smart-Home-Lösungen berücksichtigt werden, die Angehörige entlasten."
Thomas Ballast
Stellvertretender TK-Vorstandsvorsitzender

Putzen ja - Körperpflege eher nicht

Auf die Frage bei welcher Tätigkeit die Hilfe eines Roboters denkbar wäre, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen und den Geschlechtern: Männer und Jüngere sind eher bereit, bestimmte Pflegetätigkeiten durch einen Roboter leisten zu lassen. Insgesamt können sich 56 Prozent einen Roboter als Haushaltshilfe vorstellen, als Unterstützung bei der Körperpflege ist es hingegen eine Minderheit von 39 Prozent. Zudem nimmt die Offenheit mit dem Alter stark ab: Während 73 Prozent der 18- bis 39-Jährigen einen Roboter für Haushaltstätigkeiten akzeptieren würde, sind es bei den über 60-Jährigen 35 Prozent. Offen für Hilfe bei der Körperpflege geben sich 55 Prozent der Jungen, aber nur 21 Prozent der Altersgruppe "Sechzig plus". 42 Prozent sagen grundsätzlich, Roboter-Technik käme für sie nicht in Frage.

Hinweis für die Redaktionen

Im Auftrag der TK befragte Forsa im April 2018 für den TK-Meinungspuls Pflege bevölkerungsrepräsentativ 1.007 Menschen in Deutschland zum Thema Pflege. In computergestützten Telefoninterviews wurden in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Stichprobe ist nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung gewichtet.