Magdeburg, 15. November 2018. Dem Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. der Volkssolidarität ist eine besondere Ehrung zuteil geworden. Für seine Initiative "Der andere Weg? - Neue konzeptionelle Wege für die Altenpflege" erhielt der Verein den im Rahmen des Demografiepreises Sachsen-Anhalt von der Techniker Krankenkasse (TK) ausgelobten Sonderpreis Gesundheit und kann sich somit über ein Preisgeld von 1.500 Euro freuen.

Ziel des ausgezeichneten Projektes ist neben der Bindung von vorhandenen Fachkräften in der ambulanten Pflege vor allem die Gewinnung von qualifiziertem Berufsnachwuchs. Dafür hat die Volkssolidarität in Zusammenarbeit mit dem Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege und der IGS "Regine Hildebrandt" ein besonderes Konzept entwickelt. Um Schülerinnen und Schüler bereits ab der 9. Klasse an das Thema heranzuführen können diese anstelle einer zweiten Fremdsprache einen zweijährigen Wahlpflichtkurs "Pflege" absolvieren. Derzeit machen 14 Heranwachsende von dieser Möglichkeit Gebrauch. Neben der theoretischen Wissensvermittlung gehören im praktischen Teil auch Exkursionen sowie ein zweiwöchiges Praktikum in ambulanten oder stationären Einrichtungen zu den Unterrichtsinhalten.

Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt, zeigte bei der Preisübergabe beeindruckt von der Idee, "Heranwachsenden das Thema Pflege nahezubringen, lange bevor sie eine Wahl für ihre berufliche Perspektive treffen müssen."

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Demografiepreis Sachsen-Anhalt wird seit 2013 jährlich ausgeschrieben von der Landesregierung und der Demografie-Allianz, einem Zusammenschluss von mehr als 70 Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Dem Aufruf, ihre Projekte für eines der drei Themenfelder "Bewegen - Perspektiven für Familien und Kinder", "Gestalten - Bewährte Fachkräfte halten und neue Spezialisten begeistern" sowie "Verändern - Lebensfreude in Stadt und Land" einzureichen, kamen in diesem Jahr insgesamt 161 in Sachsen-Anhalt ansässige Einzelpersonen, Vereine, Netzwerke und Unternehmen nach.

"Die Tatsache, dass in den Vorjahren zahlreiche Projekte einen direkten Gesundheitsbezug aufwiesen, zeigte uns sehr deutlich, welch hohen Stellenwert Gesundheit für die Lebensqualität der Menschen einnimmt, und bestärkte uns letztlich darin, in diesem Jahr den Sonderpreis erneut bereitzustellen", so Jens Hennicke in seiner Laudatio zur Preisverleihung.