Die Versorgung schwerstpflegebedürftiger Patienten erfordert neben ganz besonderen Qualitätsanforderungen auch klare Rahmenbedingungen. Deshalb ist - angesichts stark wachsender Fallzahlen und entsprechendem Fachkräftebedarf -  der angepasste Entwurf zum Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPREG) in vielen Aspekten die richtige Antwort auf drängende Versorgungs- und Qualitätsfragen in der außerklinischen Intensivpflege. Dazu gehören für die TK:

  • Die Schaffung einheitlicher Qualitätsstandards und Rahmenbedingungen.
  • Die Stärkung der Entwöhnung von der Beatmung.
  • Die unabhängige Beratung für Betroffene.
  • Die Herausnahme dieses hochsensiblen Versorgungsbereichs aus dem Kassenwettbewerb.

Entwöhnung: Anreize für mehr Autonomie

Wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind selbstständig zu atmen, kann eine Beatmungsmaschine die Atmung unterstützen oder vollständig übernehmen. 
Je nach Krankheit und Krankheitsverlauf kann dieser Einsatz von Beatmungsmaschinen nur vorrübergehend notwendig sein. Um unnötige Beatmung zu vermeiden, sollten die Sauerstoffzufuhr und Druckunterstützung schnellstmöglich reduziert werden. Dadurch wird die Atemmuskulatur gestärkt und den Sauerstoffbedarf zu normalisieren. Ziel dabei ist die Entwöhnung von der Beatmungsmaschine. Dem trägt der Gesetzesentwurf Rechnung und schafft Anreize für diesen Schritt zu mehr Autonomie für Patientinnen und Patienten. 

Höhere Qualitätsanforderungen und unabhängige Beratung

Damit umsichtig entschieden werden kann, ob eine Beatmung stationär oder ambulant durchgeführt werden soll, ist die Kenntnis der besonderen Herausforderungen und Auswirkungen einer Beatmung im häuslichen Umfeld eine wichtige Grundlage. Diese Informationen sollen künftig unabhängige Beratungen vermitteln, was die TK begrüßt. Verpflichtende Gutachten durch den MDK tragen außerdem dazu bei, die gesundheitlichen Ressourcen von Patientinnen und Patienten zu erkennen und die für sie optimale Versorgung zu finden. Auch die künftig vorgesehenen einheitlichen Qualitätsstandards und klaren Rahmenbedingungen, die durch den MDK häufiger kontrolliert werden sollen, tragen zur Sicherheit der Betroffenen bei. 

TK-Position: Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPREG)

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