Reges Interesse

Zusammen mit der Bremer Heimstiftung (BHS) hatte die Techniker Krankenkasse (TK) die gesundheitspolitischen Sprecher der drei größten Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft Steffi Dehne (SPD), Rainer Bensch (CDU) und Nima Pirooznia (Bündnis 90/Die Grünen) geladen. Altenpflegeschüler der verschiedenen Ausbildungsjahrgänge der Bremer Heimstiftung füllten sämtliche Sitzplätze in der Kulturaula des Bildungszentrums der BHS.

Ein toller Beruf

Die Pflegeschüler Thaira Petz und Tobias Kahl erklärten zu Beginn ihre Motivation für den Beruf des Altenpflegers: „Es macht Spaß mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen. Unser persönliches Berufsbild vor Beginn der Ausbildung war schlechter, als es sich dann tatsächlich herausgestellt hat.“, so die Schüler. Auch in vielen weiteren Wortmeldungen wurde deutlich, dass die Auszubildenden ihrer Tätigkeit mit viel Leidenschaft nachgehen.

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Pflege hat ein Imageproblem

Diese Leidenschaft wird jedoch getrübt vom vorherrschenden Fachkräftemangel, von dem die Auszubildenden bereits in ihrer praktischen Ausbildung negativ betroffen sind. Dies hänge direkt mit dem Image der Pflegeberufe zusammen. Der Ruf ihrer Tätigkeit sei von Vorurteilen behaftet und eher negativ geprägt. Das Interesse am Beruf, zum Beispiel auf Jobmessen für junge Schulabgänger, sei dadurch kaum vorhanden, berichteten die Pflegeschüler.

Eine generalistische Ausbildung

Als vordringliche Maßnahme zur Verbesserung des Images der Pflegeberufe wurden die tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Altenpflege ausgemacht. Durch die generalistische Pflegeausbildung - damit ist die ab 2020 beschlossene Zusammenlegung der Ausbildungen von Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege gemeint - „könnte ein Wandel eingeleitet und das Image zukünftiger "Pflegefachfrauen" und "Pflegefachmänner" deutlich aufgewertet werden.“, so Alexander Künzel, Seniorvorstand der Bremer Heimstiftung.

Digitale Hilfe

Dass Digitalisierung im Bereich Pflege Chancen bietet und in vielen konkreten Situationen zu Verbesserungen führen kann, wurde in der Diskussion ebenfalls thematisiert. Dr. Susanne Klein, Leiterin der TK-Landesvertretung, machte gegenüber den angehenden Pflegefachkräften deutlich: „Das Ziel einer Digitalisierung ist Ihnen den Arbeitsalltag zu erleichtern und mehr Zeit für den persönlichen Kontakt zu den Pflegebedürftigen zu geben.“

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Dialog ist wichtig

Hervorzuheben ist der Einsatz mit dem die Auszubildenden der Bremer Heimstiftung ihre Vorstellungen und Forderungen den Politikern gegenüber deutlich machten - nicht nur beim Thema Digitalisierung brachten sie sich aktiv in die Diskussion ein.

Als Fazit der Veranstaltung kann gelten, dass bei der Pflege gemeinsame Anstrengungen aller beteiligten Akteure und ein kontinuierlicher gesellschaftlicher Austausch notwendig sind, bei dem die vorhandenen Herausforderungen immer wieder aufs Neue thematisiert werden müssen.