Die medizinische Betreuung und Versorgung von Pflegebedürftigen stellen allein in Sachsen-Anhalt derzeit 663 ambulante sowie 453 stationäre Pflegeeinrichtungen sicher. Im Rahmen der Corona-Pandemie stehen diese vor besonderen Herausforderungen und können im Rahmen des Pflege-Rettungsschirms monetäre Unterstützung beantragen. Die Grundlage dafür bildet das im März 2020 verabschiedete Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz.

Antrag bei zuständiger Pflegekasse

Damit hat der Gesetzgeber festgelegt, dass zugelassene Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, ambulante Betreuungsdienste, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und stationäre Hospize beispielsweise Kosten für einen Mehrbedarf an Schutzausrüstung, die Finanzierung zusätzlicher Personalkosten sowie den finanziellen Ausgleich von Mindereinnahmen über einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Pflegekasse geltend machen können.

Unbürokratische Abwicklung

Um eine möglichst schnelle und unbürokratische Abwicklung der Anträge sicherzustellen, haben sich die gesetzlichen Pflegekassen auf ein Federführungsprinzip geeinigt und damit bundesweit die Zuständigkeit der Pflegekassen geregelt. Die TK ist insgesamt für rund 4.300 Einrichtungen in mehreren Regionen Deutschlands Ansprechpartner und hat für betroffene Pflegeeinrichtungen eine digitale Anlaufstelle geschaffen.

Pflegeeinrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung und werden mit dem Pflege-Rettungsschirm entlastet. Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Für die in Sachsen-Anhalt ansässigen ambulanten Pflegedienste erfolgt die Bearbeitung der Unterstützungsanträge im Rahmen des Pflege-Rettungsschirmes federführend durch die AOK. Die Abwicklung für stationäre sowie teilstationäre Einrichtungen  ist unter den Pflegekassen im Bundesland regional aufgeteilt.