Saarbrücken, 15. Dezember 2020. Die Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) im Saarland haben in den ersten drei Quartalen 2020 deutlich mehr ambulante Pflegeleistungen - zum Beispiel Sach-, Geld- und Entlastungsleistungen - in Anspruch genommen als noch im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der TK hervor.

Für die rund 3.200 Pflegebedürftigen im Saarland verzeichnete die TK bei den Sach- und Geldleistungen eine deutliche Zunahme bei der Inanspruchnahme und dem Finanzvolumen. So gab die TK im Saarland in den ersten drei Quartalen 2020 mit 2,15 Millionen Euro etwa 22 Prozent mehr für Sachleistungen aus als im gleichen Zeitraum 2019. Die Inanspruchnahme stieg dabei um 16 Prozent. Die Ausgaben für Geldleistungen stiegen um 18,1 Prozent auf 7,16 Millionen Euro, während die Zahl der Leistungsempfänger um 18,6 Prozent zunahm.

Auch die Entlastungsleistungen wurden vermehrt in Anspruch genommen. Vom 1. Januar bis 30. September dieses Jahres nahmen 1.337 Menschen diese Möglichkeit wahr. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg von 18,1 Prozent. Die Summe der Auszahlungen stieg dabei ebenfalls, mit 2,6 Prozent auf 1,14 Millionen Euro aber deutlich moderater.

"Es ist gut und wichtig, dass die Pflegebedürftigen ihre Ansprüche kennen und auch wahrnehmen", sagt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung, und ergänzt: "Wir fordern als TK zum Beispiel, dass die Betroffenen ein festes Jahresbudget für Entlastungsleistungen zur Verfügung haben, um individuelle Schwerpunkte setzen zu können. Dadurch wären sie flexibler als mit dem aktuell monatlich verfügbaren Budget."