Bremen, 11. März 2019. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen dabei eine Steigerung um mehr als 40 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts. Waren im Land Bremen 2007 noch rund 20.000 Personen pflegebedürftig, lag die Zahl zum Jahresende 2017 bereits bei 28.998 Betroffenen. Das entspricht einem Anteil von 4,3 Prozent an der bremischen Gesamtbevölkerung und liegt damit knapp über dem Bundesdurchschnitt (4,1 Prozent) sowie deutlich über dem Schnitt der übrigen Stadtstaaten Hamburg (3,4 Prozent) und Berlin (3,8 Prozent). In naher Zukunft ist durch den demografischen Wandel ein weiterer Zuwachs an pflegebedürftigen Personen zu erwarten. In Verbindung mit dem gegenwärtigen Fachkräftemängel im Pflegebereich zeichnen sich hier weitere Engpässe ab. Die TK möchte diesen Herausforderungen mit Innovationsgeist begegnen.

Digitale Hilfe für pflegende Angehörige

"Mit konventionellen Mitteln allein wird diese Entwicklung nicht zu meistern sein. Pflege im häuslichen Umfeld wird zum Großteil immer noch von ambulanten Pflegediensten und Angehörigen verrichtet. Smart-Home-Lösungen wie Notfallsysteme und Sensoren können sie entlasten. Es ist an der Zeit, diese Lösungen in den Leistungskatalog der Pflegeversicherung aufzunehmen. Pflegebedürftigen hätten so die Möglichkeit, länger selbstbestimmt und sicher in den eigenen vier Wänden zu leben", erklärt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung. "Außerdem haben wir mit dem TK-Pflegecoach ein interaktives Portal für pflegende Angehörige geschaffen, auf dem sie Pflege-, aber auch Entspannungstechniken erlernen können."

Angesichts des Pflegenotstandes fordert die TK unter anderem einen Masterplan Pflege . Dabei geht es vor allem darum, die Attraktivität des Berufsbildes zu stärken und so wieder mehr Personal zu gewinnen.