Ortstermin am 21. August auf dem Bremer Domshof: Direkt im Schatten des St. Petri-Doms hat der wissenschaftliche Mitarbeiter des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) Frederic Spinne mit dem Allergiemobil Stellung bezogen. Die ersten Bremerinnen und Bremer haben sich bereits seit dem Start am Morgen rund um die Themen Allergien, Asthma, Hautprobleme und Lebensmittelunverträglichkeiten informiert.

Auf die Besonderheit des fahrenden Infostandes angesprochen, führt Spinne aus: "Wir decken ein weit gefächertes Spektrum an Themen ab. Unser Angebot ist niedrigschwellig; Betroffene können einfach vorbeikommen. Wir Mitarbeiter nehmen uns Zeit auch für ausführliche Gespräche. Hingegen ist beim Besuch eines Facharztes mit Allergologie-Zusatzqualifikation eine so breit aufgestellte Beratung häufig nicht möglich."

Während eines Tagestermins kommen so in etwa 50 bis 60 Beratungsgespräche zu Stande. Die Schwerpunkte sind dabei laut Spinne häufig jahreszeitenabhängig. Seien im Frühjahr und Sommer Pollen Hauptthema, verlagere sich der Beratungsfokus im Herbst auf das Thema Hausstaub. Generell an Bedeutung gewonnen habe das Thema Ernährung - "Laktose, Fruktose oder Reizdarm sind die Schlagworte der vergangenen Jahre.", sagt Spinne.

Neben der Möglichkeit zu einem Expertengespräch sind zu allen Themen nützliche Informationsmaterialien vorhanden, die vielfach mitgenommen werden. "In dem umgebauten Wohnmobil können wir sogar Lungen- oder Hautfunktionstests durchführen.", berichtet Spinne weiter.

Dabei steht eine genaue Diagnostik nicht im Vordergrund des Projekts. Im Grundsatz geht es dem Verein darum Wege aufzuzeigen, die eine Behandlung der gesundheitlichen Probleme ermöglichen. Das heißt mögliche Auffälligkeiten zu erkennen und passende Ansprechpartner für eine eingehendere Untersuchung im Anschluss zu benennen. Idealerweise können so chronische Krankheiten und weitere Einschränkungen der Lebensqualität vermieden werden.

Auf dieses Ziel ist auch die Selbsthilfe ausgerichtet. Vielen dürfte der Begriff geläufig sein. Der Austausch und die gegenseitige Hilfe von Betroffenen einer Krankheit untereinander ist weit verbreitet. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass jedes Jahr gesetzliche Krankenversicherungen, wie die Techniker Krankenkasse, eine Vielzahl an Projekten im Bereich Selbsthilfe fördern.

Die Zwischenstopps auf der deutschlandweiten Tour des Allergiemobils in Bremen und Bremerhaven wurden dabei zum wiederholten Male von der TK-Landesvertretung Bremen gefördert. Die Antragsmittel sind für die Initiatoren häufig von großer Bedeutung. Der Mitarbeiter der DAAB hebt diesen Aspekt ebenfalls hervor:

"Der Kampf gegen Allergien, Asthma und Lebensmittelunverträglichkeit ist trotz der vielen Betroffenen kein leichter und von stetiger Dauer. Für uns ist es eine Genugtuung mit unserer Arbeit Betroffenen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Die Förderung durch die TK oder andere Kassen ist hierbei sehr wertvoll - ohne diese Mittel wäre eine flächendeckende, deutschlandweite Tour nicht möglich."