Die TK beteiligt sich am „Modellprojekt zur besseren Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung im Setting“. Als Unterstützer einer bundesweiten Initiative zur systematischen und nachhaltigen Gesundheitsförderung bei Langzeitarbeitslosen kooperiert die TK mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) und weiteren gesetzlichen Krankenversicherungen. Das Projekt wird bereits seit 2014 an sechs Standorten in Deutschland erfolgreich erprobt. In der sogenannten Interimsphase wird das Angebot auf insgesamt 55 Regionen in Deutschland erweitert. Ausgehend von den bisher gewonnenen Erfahrungen wird das Projekt inhaltlich-konzeptionell weiterentwickelt und in Mecklenburg-Vorpommern realisiert. 

Arbeits- und Gesundheitsförderung nach Maß

Mit dem Projekt werden Gesundheitsorientierung, Primärprävention und Gesundheitsförderung für die Erwerbslosen miteinander verknüpft. Die Zielgruppe im engeren Sinne sind Personen ohne Beschäftigungsverhältnis, die gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind bzw. bereits erste gesundheitliche Einschränkungen aufweisen. Die primärpräventiven Angebote im lokalen Setting werden eingesetzt, um die Teilnehmer für das Thema Gesundheitsförderung zu sensibilisieren und die Salutogenese langfristig zu protegieren. 

Zu Beginn des Projekts wird der Bedarf an gesundheitsfördernden und primärpräventiven Maßnahmen an den Standorten ermittelt. Hierzu werden unter anderem auf verfügbare soziodemografische Daten, Daten der Arbeitslosen- und Grundsicherungsstatistik sowie der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) zurückgegriffen. Die Beteiligung der Zielgruppe am Planungsprozess ist ebenfalls vorgesehen. Dadurch werden die psychischen Ressourcen und die Selbstwirksamkeit trainiert und gestärkt.

Modellprojekt mit Zukunft

Die TK und die weiteren Kooperationspartner streben eine Verbesserung des Gesundheitsverhaltens und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Teilnehmer an. Vielmehr noch kann das zielgruppengerechte, verhaltenspräventive Maßnahmenangebot die subjektive Lebenszufriedenheit der Teilnehmer steigern. Der so vermittelte Weg zur intrinsischen Motivation verbessert die Fähigkeiten, den persönlichen Lebensstil gesundheitsfördernd zu gestalten. Mit der wissenschaftliche Evaluation der zweiten Projektphase werden die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des Angebots geschaffen.