Magdeburg, 20. Januar 2022. Das sogenannte Corona-Kinderkrankengeld wird in Sachsen-Anhalt deutlich seltener in Anspruch genommen als in anderen Bundesländern. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Danach stellten bei der Kasse versicherte Mütter und Väter im vergangenen Jahr insgesamt knapp 19.600 Anträge auf Kinderkrankengeld. Rund 3.700 davon entfielen auf das Anfang 2021 eingeführte pandemiebedingte Kinderkrankengeld. Das entspricht einem Anteil von rund 19 Prozent. Bundesweit lag die Quote mit 37 Prozent fast doppelt so hoch.

Eltern können das Corona-Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen, um ihre Kinder zu betreuen, wenn Schulen oder Kitas pandemiebedingt geschlossen sind. Auch das Aufheben der Präsenzpflicht oder die Empfehlung zuständiger Behörden, Kinder nicht in Kitas, Schulen oder anderen Einrichtungen betreuen zu lassen, sind mögliche Gründe.

Die Zahl der regulären Kinderkrankengeld-Anträge belief sich bei der TK in Sachsen-Anhalt im Jahr 2021 auf knapp 16.000 Fälle. Damit stieg die Zahl der Anträge nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 (12.200 Anträge) wieder an. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, hatte die Kasse im Bundesland rund 16.400 Anträge gezählt.  

Hinweis für die Redaktion

Weitere Informationen zum Kinderkrankengeld. Die TK hat in Sachsen-Anhalt rund 140.000 Versicherte