Erfurt, 23. Juli 2019. Fast drei von vier Studierenden (73,3 Prozent) bewegen sich im Alltag nicht genug, über die Hälfte (53,1 Prozent) leidet regelmäßig unter Glieder-, Schulter-, Rücken- oder Nackenschmerzen. Wenig Bewegung, langes Sitzen und Stress führen zu gesundheitlichen Problemen. So lauten zentrale Ergebnisse der Studie "Gesundheit Studierender in Deutschland 2017". 

Um den Studienalltag aktiver zu gestalten, hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) die "Digital Active Break" entwickelt: Pausen werden mithilfe kurzer Videos zu bewegten Auszeiten. Das Projekt ist Teil der Initiative "Bewegt studieren – studieren bewegt" des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) und der Techniker Krankenkasse.

Kurzvideos für einen aktiven Alltag

Für aktive Pausen wurden an der FSU Jena neun Videos entwickelt, welche zwischen fünf und sieben Minuten dauern. Neben praktischen Bewegungsübungen zum locker werden, geht es auch um andere hochschulbezogene Gesundheitsthemen wie Prüfungsangst, Konzentrationsverlust oder Ernährungsverhalten. Dozierende können die Kurzvideos flexibel in ihre Lehrveranstaltungen einbinden. "Regelmäßige Bewegung und Sport sind besonders für Studierende wichtig. Körperliche Aktivität macht den Kopf frei, sie fördert das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit", sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen zum Projekt.

Ausgezeichnete Idee

Seit Oktober 2017 werden gesundheitsfördernde Projekte in der Lebenswelt Hochschule an über 30 Standorten in Deutschland entwickelt. Das "Digital Active Break"-Projekt der FSU Jena wurde als eines der fünf besten Projekte im Rahmen der Initiative ausgezeichnet. Der offizielle Start für die bewegten Pausen ist das kommende Wintersemester 2019/2020.

Hinweis an die Redaktion

Weitere Informationen zur "Digital Active Break" finden Sie auf der Internetseite der FSU Jena.

Die Studie:  Gesundheit Studierender in Deutschland 2017  entstand in einer Kooperation des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) mit der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse (TK). Für die Studie wurden bundesweit mehr als 6.000 Studentinnen und Studenten befragt.