Hannover, 15. März 2021. Das niedersächsische Emsland ist erneut als Risikogebiet für die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) eingestuft worden. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) Niedersachsen und beruft sich auf aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). "Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich impfen zu lassen", sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen. "Der bevorstehende Frühling mit warmen Temperaturen lockt nicht nur die Menschen ins Freie, auch die Hochphase der Zeckenaktivität beginnt."

FSME: STIKO-Impfempfehlung für Emsländer - noch zu viele Menschen ohne Schutz

Mit der Ausweisung als Risikogebiet ist eine FSME-Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) verbunden, die sowohl für die Einwohner des Landkreises Emsland gilt, als auch für Personen, die sich aus anderen Gründen im Landkreis aufhalten. Nach Angaben des RKI sind - auch in den Risikogebieten - die Impfquoten insbesondere bei den über 60-jährigen auf einem niedrigen Niveau, obwohl bei ihnen das Risiko einer schweren Erkrankung deutlich erhöht ist. Rund 98 Prozent der 2020 gemeldeten FSME-Erkrankten waren gar nicht oder unzureichend geimpft. Ein hoher Anteil der auftretenden Erkrankungen -insbesondere in Risikogebieten mit hoher FSME-Inzidenz - könnte so durch eine rechtzeitige Impfung verhindert werden.

Grundimmunisierung bietet Langzeitschutz

Eine Grundimmunisierung mit insgesamt drei Impfungen bietet einen zuverlässigen und langfristigen Schutz gegen FSME. Zwischen den ersten beiden Impfungen vergehen ein bis drei Monate, danach dauert es weitere zwei Wochen, bis sich ein wirksamer Schutz aufgebaut hat. Die dritte Impfung dient als Langzeitschutz und sollte alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden.

Leben im Risikogebiet: kostenfreie FSME-Impfung für gesetzlich Versicherte

Gesetzlich Versicherte, die innerhalb des Risikogebietes Emsland leben oder sich dorthin begeben möchten, entstehen für die Impfung keine Kosten. Diese rechnet der Arzt direkt über die Gesundheitskarte ab.

Hinweis für die Redaktion

Details zur FSME-Impfung sind auf den Internetseiten der TK zu finden. Die FSME-Risikogebiete und weitere Fakten zur Erkrankung stellt das RKI online zur Verfügung.

Die TK beruft sich auf das Epidemiologische Bulletin des RKI 9/2021 (FSME: Risikogebiete in Deutschland).