Berlin, 15. September 2021. Berliner Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) haben trotz Corona-Pandemie auch im vergangenen Jahr die Angebote zur Früherkennung von Krankheiten genutzt. Der von Experten befürchtete drastische Einbruch blieb weitestgehend aus. Allerdings zeigen sich bei der Auswertung der Versorgungsdaten erhebliche Unterschiede bei der Inanspruchnahme der verschiedenen Untersuchungen. 

Wenig Veränderung beim Hautkrebsscreening

Berlinerinnen und Berliner nahmen die Früherkennung von Krebserkrankungen auch 2020 ernst. Beim Hautkrebsscreening wurde bei den weiblichen Versicherten ein Rückgang von lediglich 1,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, bei den Untersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs betrug das Minus 2,1 Prozentpunkte. Auch die Teilnahme an der Mammografie nahm nur um 1,4 Prozentpunkte ab.

Ähnlich bei den Männern: Die Zahl der Patienten, die zur Früherkennung von Hautkrebs gingen, sank lediglich um 0,5 Prozentpunkte, bei Untersuchungen zur Vorsorge von Prostatakrebs wurden 1,1 Prozentpunkte weniger Teilnehmer gezählt.

Deutlicher Rückgang beim Check-up

Ganz anders stellt sich die Situation beim allgemeinen Check-up ab 35 Jahren dar. Hier belegen die Zahlen leider einen drastischen Rückgang von 10,2 Prozentpunkte bei den weiblichen und 8,5 Prozentpunkte bei den männlichen TK-Versicherten in Berlin.

Leichte Steigerung bei Untersuchungen für Kinder

Erfreulich: Berliner Eltern kümmern sich intensiv um die Gesundheit ihrer Kinder.  94,6 Prozent der Babys wurden im Rahmen von U3, U4, U5 und U6 dem Kinderarzt vorgestellt - ein Plus von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. An der U7, U8 und U9 nahmen immerhin noch 92,3 Prozent der Kleinkinder teil, eine Steigerung um 0,6 Prozentpunkte.

Susanne Hertzer, Leiterin der TK Berlin/Brandenburg: "Je früher Krankheiten und Entwicklungsstörungen erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln. Die regelmäßige Teilnahme an den empfohlenen Untersuchungen ist deshalb etwas Wichtiges, das jede und jeder von uns für die eigene Gesundheit tun kann."

Hinweis für die Redaktion

IWeitere Informationen zu den Altersgrenzen, den Zeitabständen und dem Umfang von Krebs-Früherkennungsuntersuchungen.