Hannover, 25. November 2020. Von Januar bis September 2020 gab es laut Auswertungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen deutlich weniger Frühgeburten als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im laufenden Jahr kamen 5,2 Prozent der Kinder zu früh auf die Welt. 2019 lag dieser Wert bei sieben Prozent. Das ist ein Rückgang von rund 26 Prozent. 

Positive Entwicklung trotz oder wegen der Corona-Pandemie?

"Einen so deutlichen Rückgang haben wir nicht erwartet. Umso mehr freuen wir uns, dass sich der bundesweite Trend auch in Niedersachsen zeigt", sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen und weiter: "Wir sind gespannt, wie sich die Zahlen in den kommenden Jahren entwickeln. Dann wird auch deutlich werden, ob möglicherweise Zusammenhänge zur Corona-Pandemie bestehen." Dies lasse sich wissenschaftlich im Moment nicht abschließend beurteilen. Neben Stressfaktoren gibt es weitere bekannte Risikofaktoren für zu frühe Geburten, wie Bluthochdruck, Depressionen und mütterliche Infektionen. 

Direkter Draht zur Hebamme

Die TK stellt ihren Versicherten ausführliche, auf die Schwangerschaftswochen zugeschnittene Informationen in der kostenfreien App TK-Babyzeit zur Verfügung. Schwangere können bei individuellen Fragen auch direkt aus der App heraus per Chat, Videotelefonie oder Anruf mit einer Hebamme vom TK-Ärztezentrum sprechen.

Hinweis für die Redaktion

Der aktuellen TK-Auswertung zu Frühgeburten liegen Abrechnungsdaten zu Entbindungen aus den Jahren 2019 und 2020 zugrunde. Der TK-Kindergesundheitsreport und die Vorgängeruntersuchung, der TK-Geburtenreport, der insbesondere Zusammenhänge von mütterlichen Vorerkrankungen und Kaiserschnittgeburten aufzeigt, sind online verfügbar.