Berlin/Potsdam, 16. November 2021. Der Anteil der Babys in Berlin und Brandenburg, die zu früh zur Welt kommen, sinkt beständig.

Wurden 2018 in der Hauptstadt noch rund sechs Prozent aller Kinder von TK-Versicherten vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren, waren es 2019 nur 5,3 Prozent und im ersten Corona-Jahr 2020 noch 5,2 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Brandenburg: Hier ging der Anteil der Frühgeborenen von 7,2 Prozent im Jahr 2018 und 6,5 Prozent im Jahr 2019 auf 6,4 Prozent im vergangenen Jahr zurück.

Susanne Hertzer, Leiterin der TK Landesvertretung Berlin Brandenburg: "Eine mehr als positive Entwicklung, die sich hoffentlich verstetigt. Denn jeder Tag im Mutterleib erhöht die Chance auf eine gesunde Entwicklung von Babys."

Höheres Risiko für Erkrankungen

Früh geborene Kinder haben gegenüber reif geborenen ein höheres Erkrankungsrisiko. Laut TK-Kindergesundheitsreport sind insbesondere Atmung, Augen, Ohren und die kindliche Entwicklung betroffen. 
Die Gründe, warum ein Kind zu früh zur Welt kommt, sind vielfältig. Zu den  Risikofaktoren gehören unter anderem Infektionen der Mutter, Bluthochdruck, aber auch seelische Erkrankungen wie Depressionen.

Unterstützung für schwangere Frauen und junge Eltern

Die TK begleitet Eltern und Babys bei der spannenden Reise ins Leben: 
So bietet die App TK-BabyZeit wertvolle Hinweise zu Schwangerschaft, Gesundheit und Entwicklung des ungeborenen Kindes.  Außerdem können Nutzerinnen aus der App heraus mit einer Hebamme der TK-Hebammenberatung per Videochat sprechen, telefonieren oder chatten. 

"Gesundheitslotsin" bietet Hilfe für Frühchen-Eltern 

Besondere Hilfe durch die TK erhalten Eltern von Frühgeborenen in Berlin: Gemeinsam mit dem St. Joseph Krankenhaus und dem Bezirksamt Tempelhof hat die TK das Modellprojekt "Gesundheitslotsin" ins Leben gerufen, das gerade erst bis Ende 2024 verlängert wurde. Die "Gesundheitslotsin" berät und betreut Mütter und Väter von Frühchen in der emotional oft schwierigen Zeit nach der Geburt, aber auch darüber hinaus. Außerdem hilft sie Eltern, sich mit anderen Betroffenen, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen zu vernetzen.

Hinweis für die Redaktion

Die auf der Basis von Abrechnungsdaten der TK ermittelte Frühgeborenenrate entspricht dem Anteil der Entbindungen mit Frühgeburtsdiagnose an den abgerechneten Entbindungen insgesamt. Auf der TK-Website finden Sie weitere Informationen zum Thema Frühgeburten sowie zu unseren Leistungen rund um Schwangerschaft und Familie.