In der Prävention spricht man von Verhaltens- und Verhältnisprävention. Es ist bekannt, dass sich Gesundheit am besten vermitteln lässt, wenn sie direkt in den Lebenswelten der Menschen, den sogenannten Settings, verankert wird. Deshalb engagiert sich die TK in Kitas, Schulen, Hochschulen, Betrieben und Kommunen.

Prävention unabhängig von der sozialen Herkunft

Etwa 1,2 Millionen Euro investierte die TK in Thüringen bis 2018 in Präventionsarbeit in Kindertagesstätten. Das Förderkonzept "Gesunde Kita" beispielsweise schafft den Rahmen, um Kinder frühzeitig und unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu erreichen. Für die Unterstützung ist entscheidend, dass alle Beteiligten - Kinder, Erziehungspersonal und Eltern - einbezogen und das Thema Gesundheit zu einem zentralen Bestandteil des Kita-Konzepts wird.

Viele Möglichkeiten

Projekte, die eine gesunde Kita unterstützen, fördert die TK mit bis zu 10.000 Euro. Dabei muss es nicht um Ernährung gehen, auch Entspannungstechniken, Gleichgewichtsübungen oder Medienkompetenztraining - jeweils für den Entwicklungsstand der Kleinen aufbereitet - gehören zum Themenspektrum. Je nachdem, wo die Kita Handlungsbedarf sieht, kann angesetzt werden.

Um sicherzustellen, dass die gesundheitsförderlichen Ziele auch erreicht werden, fordert das Konzept der TK von den Projektteilnehmern eine klare Strategie, einen Projektplan sowie eine fortlaufende Evaluation. In der Schule fürs Leben lernen Ähnlich sind die Anforderungen beim Förderprojekt "Gesunde Schule".

Die Schule als Präventionsort

Die Lebenswelt Schule ist ein guter Ort für die Präventionsarbeit, weil dort Kinder und Jugendliche in einem Alter angesprochen werden, in dem sie noch offen sind für eine nachhaltige Prägung ihres Gesundheitsverhaltens.

Rund 455.000 Euro investierte die TK bis Ende 2018, um die Lebenswelt Schule gesundheitsförderlicher zu gestalten. Neben den Aspekten, die schon in den Kitas gestärkt und gefördert werden, stehen in den Schulen Stressreduktion, Gewaltprävention und der Umgang mit Suchtmitteln im Fokus. Im besten Fall ist das gesamte Schulumfeld samt Kommunikationskultur einbezogen.

Olympia für Kinder - mehr als Sport

Ein besonderes und mittlerweile von Thüringen auf ganz Deutschland ausgeweitetes Angebot ist "Olympia ruft: Mach mit!". Eigentlich ist es ein Bewegungsprogramm, mit der Besonderheit, dass fächerübergreifend Ideen für mehr Bewegung im Schulalltag gegeben werden. Das geschieht zum Beispiel in einer Projektwoche, die sich mit den Olympischen Spielen beschäftigt.

Indem drei Kinder im selben Paar Rollski unterwegs sind oder der paralympische Lauf für Nichtsehende nachempfunden wird, rücken zudem respektvolles Miteinander, Fairness und Toleranz in den Fokus. Es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um Teamgeist und um Freude an Bewegung.

Seit 2017 können auch Kitas den olympischen Geist fördern, mit einem auf jüngere Kinder zugeschnittenen Angebot.