Um das Jahr 2007 herum legte der damalige CDU-Gesundheitsminister Klaus Zeh in Thüringen den politischen Grundstein für die Implementierung von Landesgesundheitszielen. Inzwischen ist der Prozess im Zuge der Umsetzung des Präventionsgesetzes in die Landesgesundheitskonferenz (LGK) integriert; Motto "Gesundheit gemeinsam denken". Einer der inhaltlichen Schwerpunkte in diesem Prozess war dabei stets die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Thüringen hat seine Spitzenposition eingebüßt.
Guido Dressel

Wenn nun aber in einem Bereich, in dem seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv vernetzt und gemeinsam gedacht wird, eine Negativentwicklung zu verzeichnen ist, muss dies alarmieren. Beim Impfschutz von Kindern ist das gerade der Fall.

Ausweislich der vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Daten, zum Beispiel der Schuleingangsuntersuchungen, hat Thüringen hier seine noch vor wenigen Jahren selbstverständliche Spitzenposition im Ländervergleich eingebüßt. Andere Länder holen deutlich auf, während die Quoten vieler Impfungen im Freistaat sinken.

Guido Dressel

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Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen

Völlig unabhängig von den konkreten Ursachen ist es in dieser Situation höchste Zeit, aktiv zu handeln. Spezielle Informationskampagnen in Modellregionen und konkrete Angebote zur Impflückenschließung, auch in Kita und Schule, könnten geeignete Maßnahmen sein.

Ganz nebenbei gelänge es mit einer solchen Kampagne auch, die Vernetzung notwendiger Akteure mit klaren Zielen, individueller Intervention und zeitnaher Erfolgsmessung zu verbinden. "Gesundheit gemeinsam denken" und "Gesundheit gemeinsam machen" müssen eine Einheit bilden.