München, 10. Januar 2019. Im vergangenen Jahr bezuschusste die Techniker Krankenkasse (TK) 211.268 Präventionskurse. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 120.917, waren Bewegungskurse. Es folgten Stressbewältigung und Entspannung mit 75.841 Kursen. Ernährungskurse nahmen 3.331 Versicherte in Anspruch, Präventionsangebote gegen Sucht wurden 1.450 mal nachgefragt.

Die Kurse wurden zu mehr als 80 Prozent von 170.347 Frauen und zu weniger als 20 Prozent von 40.678 Männern besucht. In Bayern nahmen 20.892 Frauen (82,2 Prozent) und 4.518 Männer (17,8 Prozent) an den Präventionskursen teil.

Christian Bredl, Chef der TK in Bayern weiß: "Männer vernachlässigen viel zu oft ihre Gesundheit. Das beginnt schon bei der Prävention und geht bei den Vorsorgeuntersuchungen weiter."

Gesundheit bedeute für Männer in erster Linie Leistungsfähigkeit und dass der Körper funktioniert - auch ohne Wartung und Pflege. Dabei gehen Männer oft nicht gerade zimperlich mit ihrem Körper um: Sie trinken mehr Alkohol als Frauen, rauchen mehr und ernähren sich ungesünder. Und wenn es doch einmal irgendwo zwickt, dann spricht "Mann" ungern darüber. Denn: Ein Indianer kennt keinen Schmerz; und hat vor allem keine Zeit dafür.

Christian Bredl fordert daher die Männer auf, sich mehr um ihre eigene Gesundheitsprävention und Vorsorge zu kümmern. Und an die Frauen hat er die Bitte, auf die Männer einzuwirken, damit sie etwas für sich tun. "Stressbewältigungs- und Bewegungs-Kurse wären ein guter Anfang", so Bredl. Angebote gibt es bei jeder Krankenkasse.

Hinweise für die Redaktion

Rauchen: Nach dem aktuellen Gesundheitsbericht Deutschland sind ca. ein Viertel der Männer und ein Sechstel der Frauen regelmäßige Raucher. 

Alkohol: Männer trinken in Deutschland durchschnittlich 40 Gramm Alkohol pro Tag, Frauen 29 Gramm. Studie: Global Burden of Disease (in: The Lancet, September 2018)

Früherkennungs-Untersuchungen: Teilnahme an gesetzlich verankerten Check-up in Prozent der Altersgruppe ab 35 Jahren: Frauen 25,9 Prozent, Männer 23,1 Prozent, Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten: Anteil Frauen 83,2 Prozent, Anteil Männer 16,8 Prozent

Im "Leitfaden Prävention" sind Handlungsfelder und Qualitätskriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Prävention verbindlich festgelegt.