Frankfurt am Main, 7. Oktober 2021. Die Corona-Pandemie hat das Interesse der Menschen in Hessen an einer Grippeschutzimpfung deutlich erhöht: In der vergangenen Grippesaison 2020/21 hat jede und jeder Sechste im Land das Angebot einer Grippeschutzimpfung wahrgenommen; in den beiden Jahren zuvor war es lediglich jeder Neunte.

Am stärksten stieg das Interesse an einer Impfung in der Altersgruppe ab 60 Jahren an. 2020/21 ließ sich fast jeder zweite über 60-Jährige impfen. Im Jahr davor war es noch etwa jeder Dritte. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen mit und bezieht sich auf eine aktuelle Auswertung ihrer Versichertendaten. 

Zwar ist aufgrund der coronabedingten Hygieneregeln in der Pandemie die Grippewelle 2020/21 weltweit ausgefallen - Expertinnen und Experten befürchten aber, dass gerade dadurch unser Immunsystem weniger gut auf die Influenzaviren des kommenden Winters vorbereitet sein könnte. "Mit der kälteren Jahreszeit wächst die Gefahr, sich mit einer Grippe zu infizieren. Gerade ältere Menschen sollten sich deshalb rechtzeitig Gedanken über eine Impfung machen", sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen.  

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung sowie für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza lassen. 

Hinweis an die Redaktion

In der vergangenen Grippesaison 2020/21 haben sich 17 Prozent (jeder sechste) der TK-Versicherten in Hessen gegen die Grippe impfen lassen. In den beiden Jahren zuvor waren es jeweils elf Prozent (jeder Neunte). In der Altersgruppe ab 60 Jahren ließen sich 2020/21 45 Prozent impfen. In den beiden Jahren davor waren es 32 Prozent.