Berlin/Potsdam, 27.September 2021. Die Coronapandemie hat das Interesse an einer Grippeschutzimpfung in Berlin und Brandenburg deutlich steigen lassen. Das ergibt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK).

Rund 21 Prozent der Berliner TK-Versicherten nahmen von September 2020 bis Ende März 2021 das Angebot einer Grippeschutzimpfung wahr. Ein Jahr zuvor waren nur 15 Prozent, in der Saison 2018/2019 gerade mal 14 Prozent zum Impfen gegangen.

Noch deutlich impffreudiger waren die TK-Versicherten in Brandenburg. Von ihnen ließen sich in der Saison 2020/2021 rund 29 Prozent gegen Grippe impfen - nur in Sachsen-Anhalt (39 Prozent) und Thüringen (31 Prozent) war die Impfquote noch höher. In den Vorjahren hatten jeweils rund 22 Prozent das Impfangebot genutzt.

Den stärksten Anstieg der Impfquote gab es in der Altersgruppe ab 60 Jahren - in Berlin von 46 (2019/2020) auf knapp 56 Prozent, in Brandenburg von 53 Prozent (2019/2020) auf knapp 62 Prozent. 

Susanne Hertzer, Leiterin der TK Berlin/Brandenburg: "Mit der kälteren Jahreszeit wächst die Gefahr, sich mit Grippe zu infizieren. Gerade ältere Menschen sollten sich deshalb rechtzeitig Gedanken über eine Impfung machen und die allgemeinen Hygieneregeln beherzigen." 

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza lassen.
In Berlin zählt die TK 900.000, in Brandenburg 312.000 Versicherte.