Magdeburg, 27. September 2021. Die Grippeschutz-Impfung wurde in der vergangenen Saison in Sachsen-Anhalt deutlich häufiger in Anspruch genommen als in allen anderen Bundesländern. Das geht aus einer aktuellen Datenerhebung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Danach haben sich von September 2020 bis Ende März 2021 zwischen Arendsee und Zeitz mehr als 39 Prozent der Versicherten gegen Influenza impfen lassen. Im Bundesdurchschnitt waren es rund 18 Prozent. Damit war die Inanspruchnahme sowohl in Sachsen-Anhalt als auch bundesweit höher als im Vergleichszeitraum der Vorjahre.

In der Grippe-Saison 2019/2020 hatte die Quote im Bundesland bei 33 und deutschlandweit bei zwölf Prozent gelegen. 2018/2019 betrug sie 32 beziehungsweise elf Prozent.

Ältere besonders häufig geimpft

Wie die TK informiert, sind die Quoten in allen Altersgruppen gestiegen, am stärksten bei den Älteren, für die eine Impfung gegen Influenza ausdrücklich empfohlen ist. So ließen sich in Sachsen-Anhalt in der zurückliegenden Grippesaison in der Altersgruppe ab 60 Jahren 68 Prozent impfen. In den beiden Vorjahren waren es jeweils 61 Prozent, so viele wie sonst nirgendwo in Deutschland.

"Noch ist nicht abzusehen, wie stark die Grippewelle in diesem Jahr wird. Deshalb ist es nach wie vor ratsam, dass sich insbesondere die Risikogruppen mit einer Impfung schützen. Es wäre erfreulich, wenn Sachsen-Anhalt hier den Spitzenplatz der letzten Jahre verteidigt", so Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza impfen lassen.