Hannover, 28.September 2021. In Niedersachsen haben sich von September 2020 bis Ende März 2021 deutlich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in den Jahren davor. Die Impfquote lag in der vergangenen Grippesaison bei fast 22 Prozent und damit etwas über dem bundesweiten Wert von 18 Prozent. In der Saison 2019/2020 waren nur 15 Prozent und 2018/2019 gerade einmal 14 Prozent zum Impfen gegangen. Das zeigt eine aktuelle Datenerhebung der Techniker Krankenkasse (TK).

Höchste Quote bei Älteren

"Der Grund für den Anstieg dürfte die Corona-Pandemie sein. Viele Menschen wollten ihr Immunsystem zusätzlich schützen", sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen. Dafür spreche, dass in der Altersgruppe der über 60-Jährigen mit rund 52 Prozent die höchste Impfquote in der letzten Grippesaison verzeichnet wurde.

Impfung schützt auch andere

"Wie stark die Grippewelle in diesem Jahr wird, wissen wir noch nicht. Insbesondere Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko sollten sich daher gegen Influenza immunisieren lassen", rät Engelmann. "Mit einer Grippeschutzimpfung schützt man aber nicht nur sich selbst, sondern auch andere", betont Engelmann.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza lassen. Ende 2020 waren rund 932.000 Menschen in Niedersachsen bei der TK versichert.