Mainz, 11. August 2020. Mit rund 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich dabei um das besonders gefährliche maligne Melanom, den schwarzen Hautkrebs. Laut Hautkrebsreport 2019 der Techniker Krankenkasse (TK) waren 2017 9.900 gesetzlich Versicherte in Rheinland-Pfalz an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs erkrankt. Früherkennung spielt bei der Behandlung eine große Rolle, denn für eine gute Prognose ist es notwendig, dass das Melanom entfernt wird, bevor es Metastasen gebildet hat.

Trotz steigender Zahlen nutzt nur ein Drittel das Screening

Trotzdem ging innerhalb der letzten zwei Jahre nur gut ein Drittel der Rheinland-Pfälzer zum sogenannten Hautkrebsscreening, das alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der TK. So nahmen 2018 17,7 und 2019 17,1 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch. "Normalerweise können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre zum Hautkrebsscreening gehen, um Veränderungen von Pigmentmalen möglichst früh zu entdecken. Weil Hautkrebs aber auch bereits immer mehr bei jüngeren Menschen diagnostiziert wird, hat die TK entschieden, bereits Versicherten ab 20 Jahre alle zwei Jahre ein Screening bei einem Facharzt zu ermöglichen", erklärt der Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz, Jörn Simon.

Erinnerungsfunktion der elektronischen Patientenakte von Vorteil

"Was die Nutzung des Hautkrebsscreenings angeht, verspreche ich mir durch die elektronische Patientenakte, die 2021 an den Start geht, eine deutliche Verbesserung, weil dann Krankenkassen einen Erinnerungsservice für ihre Versicherten anbieten können, wenn die zweijährlich stattfindende Untersuchung wieder ansteht. Dies ist heute schon mit unserer elektronischen Gesundheitsakte TK-Safe möglich", sagt der TK-Landeschef. "Auch können die Versicherten dann jederzeit selbst einsehen, wann die letzte Untersuchung war."