Berlin/Potsdam, 5. August 2020. Nicht einmal ein Drittel der gesetzlich versicherten Berliner geht innerhalb von zwei Jahren zum Hautkrebsscreening. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Im vergangenen Jahr nahmen rund 15,8 Prozent ein Screening bei ihrem Haus- oder Hautarzt in Anspruch, im Jahr 2018 waren es 16,0 Prozent. Gesetzlich Versicherte können alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen*, es zählen dabei die Kalenderjahre. 

Geringe Quote auch in Brandenburg 

Auch die Brandenburger nutzen das Hautkrebsscreening vergleichsweise selten. 17,8 Prozent gingen im Jahr 2019 zur Vorsorgeuntersuchung (Bundesdurchschnitt: 19,0 Prozent). 2018 waren es 17,5 Prozent. In Sachsen werden die Screenings am besten genutzt. 

Hautkrebs häufigste Krebserkrankung in Deutschland 

Mit rund 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich dabei um das besonders gefährliche maligne Melanom, den schwarzen Hautkrebs. "Die Früherkennung ist äußerst wichtig, um die Heilungschancen zu verbessern", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg. "Die Vorsorgeuntersuchung kann dabei entscheidend sein." 

Hinweis für die Redaktion 

Weitere Informationen und Zahlen gibt es im Hautkrebsreport 2019, den das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Universität Bremen gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) veröffentlicht haben. Ein Ergebnis: Hautkrebs verbreitet sich immer mehr, in den Jahren 2009 bis 2015 nahmen der helle Hautkrebs um über 50 Prozent und der schwarze Hautkrebs um über 30 Prozent zu. 

*Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Hautkrebsscreening gibt es ab 35. Die TK geht jedoch darüber hinaus: Bundesweit können alle TK-Versicherten bereits ab 20 Jahren das Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen, unter bestimmten Voraussetzungen auch schon ab 15.