Fast Food, preisgünstige XXL-Packungen und vor allem zuckerhaltige Getränke gehören heute bei immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern und besonders bei Kindern und Jugendlichen zur täglichen Ernährung. Dieses Schlaraffenland hat sich zu einem gesundheitspolitischen Albtraum entwickelt: Die Zunahme von Diabetes Typ 2, Übergewicht und Adipositas ist ein weltweites Gesundheitsproblem.

Schnack im Bürger­park mit Gertraud Huisinga

Ernährungsbedingte Erkrankungen nehmen zu, das zeigen auch die Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK). Medikamente, die größtenteils mit einem gesünderen Lebensstil vermeidbar wären, machen mittlerweile die Hälfte des gesamten Arzneimittelvolumens aus. Die Schuleingangsuntersuchungen belegen, dass immer mehr Kinder bereits übergewichtig eingeschult werden. Auch das gesunde Pausenbrot ist aus der Mode gekommen.

Bewusst genießen

Aber Ernährung ist eben mehr als Nahrungsaufnahme. Menschen essen auch aus Frust oder als Belohnung. Essen ist Kultur und bringt Menschen zusammen. Wenn wir mit Kindern auf die Kirmes gehen oder im Stadion die Halbzeitwurst genießen, wollen wir keine Kalorien zählen. Wir sollten stattdessen bewusst genießen. Dazu gehört aber auch zu wissen, was wir essen - und das Wissen an unsere Kinder weiterzugeben.

Lebensmittelampel statt Sehhilfe

Man kann den Menschen nicht vorwerfen, sie würden sich nicht schlau machen, wenn Lebensmitteldeklaration und -marketing in die Irre führen. Wer den Ehrgeiz hat, die Zutatenliste seiner Lebensmittel im Supermarkt zu lesen, braucht heute Kenntnisse in Biochemie und eine exzellente Sehschärfe.

Das sind Fragen, die sich auch viele Verbraucher stellen. Und auf die Gertraud Huisinga, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale in Bremen, die Antworten weiß. Im "Schnack im Bürgerpark"-Videointerview mit Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Bremen, betont sie, wie wichtig es ist, über gesunde - und ungesunde - Ernährung Bescheid zu wissen, was es mit der Lebensmittelampel auf sich hat und warum die Dosis das Gift macht.