Schwerin, 11. August 2020. In Norddeutschland (Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig Holstein) erreichen 38 Prozent der Menschen die empfohlene tägliche Trinkmenge von mindestens 1,5 Litern nicht. Gerade Personen, die unter Herz-Kreislauf-Beschwerden und Erschöpfung leiden, nehmen über den Tag zu wenig Flüssigkeit zu sich. Das meldet die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Schwerin. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Mindesttrinkmenge von 1,5 bis 2,5 Litern.

Dehydration gefährlich, aber vermeidbar

Bei den aktuellen sommerlichen Temperaturen kann das mangelnde Trinkverhalten schnell zu einer Dehydration, also einem Flüssigkeitsmangel führen. Insbesondere bei älteren Menschen kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Potenzielle Folgen sind zum Beispiel Schwindel aufgrund von Kreislaufstörungen und dadurch eine erhöhte Sturzneigung. "Umso wichtiger ist es bei heißem Wetter auf die Trinkmenge zu achten und kontinuierlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen, auch wenn sich das Durstgefühl nicht meldet", so Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.

Kaffee und Tee in Mecklenburg-Vorpommern beliebter als Wasser

Ungeachtet der aktuellen Hitzeperiode gaben 88 Prozent der Befragten im Norden im Rahmen der TK-Trinkstudie an, täglich bzw. mehrmals pro Woche Kaffee oder Tee zu trinken. Damit ist diese Getränkekombination noch beliebter als Leitungs- bzw. Mineralwasser. Immerhin 30 Prozent der Befragten löschen ihren Durst gerne mit Milch oder Kakao. Dennoch steht für die meisten Teilnehmer fest, dass Wasser den höchsten Stellenwert hat. "Leitungswasser ist fast überall frei verfügbar und der nächste Wasserhahn nicht weit entfernt. Gleichzeitig ist Leistungswasser wohl die günstigste Variante, schnell den eigenen Durst zu löschen", betont Austenat-Wied.

Hinweis für die Redaktion

Für die Trinkstudie 2019 wurden im Auftrag der Techniker Krankenkasse mehr als 1.000 Personen zu ihren Trinkgewohnheiten im Privatleben und am Arbeitsplatz befragt.