Hannover, 8. September 2021. Die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld wegen Corona ging in Niedersachsen im ersten Halbjahr 2021 deutlich zurück: von knapp 6.776 im Februar auf 504 im Juni. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres bei der TK in Niedersachsen 22.106 Anträge wegen Schul- oder Kitaschließungen aufgrund der Pandemie gestellt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK).

Weniger groß waren die Schwankungen beim regulären Kinderkrankengeld: Der Höchststand wurde im Juni mit 2.981 Anträgen erreicht, der Tiefststand im Februar und April mit 1.854 Anträgen. Im gesamten ersten Halbjahr wurden beim regulären Kinderkrankengeld fast 13.224 Anträge verzeichnet. Die Dauer der Betreuung durch die Eltern lag bei durchschnittlich 2 Tagen.

"Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass das pandemiebedingte Kinderkrankengeld einen wichtigen Beitrag geleistet hat, um Eltern in der Pandemie zu unterstützen. Auffällig ist, dass dieses Jahr im Juni der bisherige Höchststand beim regulären Kinderkrankengeld erreicht wurde", sagt Dirk Engelmann, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen. In der Regel würden die Zahlen mit der klassischen Erkältungssaison korrelieren und seien im Sommer relativ niedrig. "Damit decken sich unsere Zahlen mit Berichten aus Kinderarztpraxen, wonach in diesem Sommer ein Anstieg der Virusinfekte zu beobachten ist", erklärt Engelmann.

Hinweis für die Redaktion

Die TK hat in Niedersachsen rund 930.000 Versicherte.