München, 21. Januar 2022. Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern haben vergangenes Jahr 90.822 Anträge auf Kinderkrankengeld gestellt. "Das ist ein Zuwachs um knapp 140 Prozent gegenüber dem Jahr 2020", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. Nach einer Auswertung der Versichertendaten lag der Freistaat deutlich über dem bundesweiten Zuwachs von 123 Prozent. Nur in Hamburg (189 Prozent), Nordrhein-Westfalen (168 Prozent) und Hessen (143 Prozent) war der Anstieg größer als im Freistaat. 

Neues Corona-Kinderkrankengeld sorgt von Januar bis April für Antragsschub

Bredl: "Alleine die Einführung des Corona-bedingten Kinderkrankengeldes und die Ausweitung der Krankentage von 10 auf 30 pro Kind lösten 2021 mehr als 38.000 Fälle aus. Das waren rund vier von zehn Kinderkrankengeldanträge in Bayern." Auch hier ist der Freistaat im Bundesvergleich weit vorne. Nur Hamburg und Nordrhein-Westfalen lagen bei den pandemiebedingten Anträgen mit jeweils 46 Prozent geringfügig höher. Die bayerischen Eltern nutzen die Ausweitung gleich zum Jahresbeginn. Mit über 28.000 Corona-bedingten Kindergeldanträgen erfolgten fast 75 Prozent in den Monaten Januar bis April 2021.