Dresden, 21. Januar 2022. In Sachsen wurde im letzten Jahr mehr Kinderkrankengeld beantragt als die Jahre zuvor. Das hat eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Insgesamt 30.046 Anträge sind bei der TK Sachsen im Jahr 2021 eingegangen (2020: 16.841, 2019: 23.433). Davon entfallen etwa ein Drittel, nämlich insgesamt 9.008 Anträge, auf das im letzten Jahr neu eingeführte erweiterte Kinderkrankengeld. Dieses Corona-Kinderkrankengeld können Eltern in Anspruch nehmen, wenn sie ihre Kinder pandemiebedingt betreuen müssen, auch wenn diese nicht erkrankt sind. 

Zahlen spiegeln Pandemiegeschehen wider

78 Prozent der Anträge auf pandemiebedingtes Kinderkrankengeld wurden bereits in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 gestellt. "Die Zahlen spiegeln die landesweiten Kita- und Schulschließungen wider", sagt Katrin Lindner, Sprecherin der TK in Sachsen. "Normalerweise haben wir in den Wintermonaten und im Frühjahr einen Anstieg von Erkältungskrankheiten, doch im letzten Jahr wurde das reguläre Kinderkrankengeld in diesen Monaten vergleichsweise selten beantragt."

Doppelt so viele Anträge im Oktober

Erst ab Juni steigt wieder die Zahl der Anträge auf das reguläre Kinderkrankengeld. "Die Kinder haben anscheinend die Infekte nachgeholt. Besonders zum Jahresende 2021 beobachten wir in Sachsen eine auffällige Zunahme an regulären Kinderkrankengeld-Anträgen, was sich auch mit dem hohen Corona-Infektionsgeschehen in Sachsen in diesem Zeitraum deckt", so Katrin Lindner. Für den Oktober 2021 verzeichnete die TK Sachsen annähernd doppelt so viele Anträge auf Kinderkrankengeld wie in den Vorjahren 2019 und 2020 (Oktober 2021: 3.028; Oktober 2020: 1.269; Oktober 2019: 1.720).