Kiel, 22. April 2021. In Schleswig-Holstein werden die Anträge auf coronabedingtes Kinderkrankengeld stark nachgefragt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gingen im ersten Quartal bei der TK 5314 Anträge auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld ein - bundesweit waren es 133.386.

"Seit Beginn des Jahres gibt es diese neue Form des Kinderkrankengeldes, um die Berufstätigen zu entlasten. Es greift unter anderem, wenn Eltern aufgrund von coronabedingten Schul- und Kita-Schließungen die Betreuung ihrer Kinder übernehmen müssen", erklärt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, den erweiterten Anspruch. Besonders im Februar schnellte die Zahl nach oben. Hier waren es allein in Schleswig-Holstein 3427 Anträge. "Das zeigt deutlich, dass Eltern aufgrund des harten Lockdowns eine große Betreuungslast zu stemmen hatten, die neben dem Arbeitstag nicht zu schaffen war", so der Landeschef weiter.

Deutlich weniger Anträge auf reguläres Kinderkrankengeld als im Vorjahr

Neben dem pandemiebedingten Kinderkrankengeld bestand auch weiterhin das Recht auf das reguläre Kinderkrankendgeld. In den ersten drei Monaten dieses Jahres lag die Zahl dieser Anträge in Schleswig-Holstein bei 4018. Vergleicht man das mit dem Vorjahr, fällt auf, dass dieser Wert deutlich darunter liegt. Im ersten Quartal 2020 wurden noch 9321 Anträge gestellt - mehr als doppelt so viele wie im selben Zeitraum dieses Jahres. Die Einhaltung der Hygieneregelungen und somit der Rückgang von Erkältungskrankheiten seien hier eine mögliche Erklärung, so Schmidt-Bodenstein. Die Zahl der genommenen freien Tage pro Antrag liegt im Schnitt zwischen zwei und drei Tagen.

Hinweis für die Redaktion

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