Hamburg, 20. Januar 2022. Im vergangenen Jahr 2021 haben Hamburgs Eltern 40.564 Anträge auf Kinderkrankengeld gestellt, wie eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergibt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein massiver Anstieg um 189 Prozent (14.030 Anträge in 2020), und im Vor-Corona-Jahr 2019 zeigt sich ebenfalls ein starker Anstieg um 88,5 Prozent (21.520 Anträge in 2019). 

Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, ordnet die Zahlen ein: "Unsere Auswertung zeigt, dass Eltern in Hamburg ihren Anspruch auf Kinderkrankengeld, der im vergangenen Jahr auf 30 Tage pro Kind angehoben wurde, genutzt haben. Einen großen Anteil daran macht auch das neu geschaffene Corona-Kinderkrankengeld aus. Es soll die Eltern entlasten, wenn pandemiebedingt Betreuungsmöglichkeiten fehlen und die Kinder zu Hause betreut werden müssen."

Knapp die Hälfte sind Anträge auf Corona-Kinderkrankengeld

Knapp die Hälfte aller Anträge (45,7 Prozent) beziehen sich auf das Corona-Kinderkrankengeld. In Hamburg wird das pandemiebedingte Kinderkrankengeld somit stärker in Anspruch genommen als im bundesweiten Durchschnitt (37,5 Prozent).  
Die meisten Corona-Kinderkrankengeld-Anträge wurden in Hamburg im ersten Halbjahr 2021 gestellt. Im zweiten Halbjahr ging die Zahl der coronabedingten Anträge zurück und es wurde stärker das reguläre Kinderkrankengeld beantragt. Das deckt sich mit Berichten aus den Kinderarztpraxen über vermehrte Virusinfekte in den Sommermonaten 2021.

Hinweis für die Redaktion

Mehr Informationen zum Kinderkrankengeld auf tk.de . In Hamburg hat die TK rund 486.600 Versicherte.