Magdeburg, 1. Februar 2022. Der Krankenstand ist in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 gestiegen und entwickelt sich damit entgegen dem Bundestrend. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Danach verzeichnete die Kasse im Bundesland einen Krankenstand von 5,25 Prozent. Das war leicht über dem Vorjahreswert von 5,23 Prozent. Deutschlandweit belief sich der Krankenstand auf 3,97 Prozent und war damit so niedrig wie seit acht Jahren nicht mehr.

Männer wiesen dabei generell niedrigere Fehlzeiten als Frauen auf. So differierten die Quoten in Sachsen-Anhalt mit 4,70 beziehungsweise 5,89 Prozent erheblich. Noch höher lag der Krankenstand weiblicher Berufstätiger und ALG 1-Empfängerinnen im Bundesvergleich mit 5,91 Prozent nur noch in Mecklenburg-Vorpommern.

Statistisch gesehen war jede TK-versicherte Erwerbsperson im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt 19,1 Tage krankgeschrieben. Damit blieb die Zahl der Fehltage im Bundesland im Vergleich zu 2020 konstant, während sie bundesweit von 15,1 Tagen im Jahr 2020 auf 14,5 Tage im Jahr 2021 sank.

Auf Erkältungskrankheiten entfielen 2021 in Sachsen-Anhalt pro Kopf 2,59 Fehltage. Im Jahr zuvor waren es noch 2,94 Tage gewesen. Somit verursachten Grippe und Co auch 2021 in Sachsen-Anhalt mehr Krankheitstage als im Bundesschnitt. Deutschlandweit fehlte jede Erwerbsperson im Jahr 2021 durchschnittlich 1,64 Tage aufgrund entsprechender Diagnosen. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 2,30 Tage.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Grundlage dafür bilden die rund 5,5 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger), davon mehr als 63.000 in Sachsen-Anhalt.