Hamburg, 9. September 2021. Trotz Coronapandemie haben Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg Früherkennungsuntersuchungen wahrgenommen. Ein drastischer Rückgang, wie von Expertinnen und Experten befürchtet, ist nicht eingetroffen. Das zeigt eine Auswertung der TK-Versorgungsdaten. Im Jahr 2020 haben 24,5 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten in Hamburg eine Krebs-Früherkennungsuntersuchung genutzt - geringfügig weniger als im Jahr 2019. Da nahmen 26,4 Prozent das Angebot in Anspruch. Hamburg liegt bei der Inanspruchnahme in beiden Jahren über dem bundesdeutschen Durchschnitt (2019: 23,8 Prozent; 2020: 22,2 Prozent).

Termine unterschiedlich stark nachgefragt 

Je nach Art der Früherkennung werden die Termine unterschiedlich stark nachgefragt. In Hamburg wurden die Check-Up-Untersuchungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr mit 14,9 Prozent um 9,6 Prozentpunkte und die Mammographie mit 21 Prozent um 4,7 Prozentpunkte weniger in Anspruch genommen. Bei den Untersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs mit Inanspruchnahmen von 55,8 Prozent (-2,6 Prozentpunkte), Prostatakrebs mit 25,9 Prozent (-2 Prozentpunkte) und Hautkrebs mit 16 Prozent (-0,31 Prozentpunkte) sind die Unterschiede zum Vorjahr eher gering. Bei den Darmkrebsuntersuchungen ist die Nutzung des Angebots mit vier Prozent in 2020 annähernd gleich geblieben (+0,02 Prozentpunkte).

Mehr U-Untersuchungen bei Kindern als 2019

Die Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern - die sogenannten U3 bis U9 - werden traditionell stark genutzt. Die Inanspruchnahme ist im Coronajahr 2020 in Hamburg um 1,3 Prozentpunkte auf 94,8 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt stiegen die Untersuchungen bundesweit um 0,4 Prozentpunkte.

Online-Service zur Terminvergabe

Versicherte können online den TK-TerminService nutzen, um sich einen Arzttermin zum Beispiel zur Früherkennung vermitteln zu lassen.