Potsdam, 28. März 2021. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 19 Prozent mehr Brandenburger Männer, die bei der Techniker Krankenkasse (TK) versichert sind und Anspruch auf eine Darmspiegelung haben, diese Vorsorgeuntersuchung auch durchführen lassen. Bei den Brandenburgerinnen gab es hingegen einen leichten Rückgang um vier Prozent. Insgesamt nutzen jedoch weiterhin mehr Frauen als Männer die Möglichkeit der Vorsorge. Dies ist das Ergebnis einer internen Auswertung der TK anlässlich des "Darmkrebsmonats März". 

"Es ist erfreulich zu sehen, dass es bei dieser wichtigen Vorsorgeuntersuchung bei unseren Versicherten zumindest keinen Einbruch der Zahlen während der ersten Phase der Pandemie gegeben hat", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg. Gesetzlich versicherte Frauen können vom 55. Lebensjahr an eine Darmspiegelung (Koloskopie) in Anspruch nehmen, Männer bereits ab 50 Jahren. Die Untersuchung kann im Abstand von zehn Jahren wiederholt werden und gilt als zuverlässige Früherkennungsmethode für Darmkrebs. 

Brandenburg im Bundesvergleich mit an der Spitze

Im Bundesvergleich nutzen viele Brandenburgerinnen und Brandenburger die Darmspiegelung: Die Mark bildet gemeinsam mit Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Spitzengruppe. "Auch das ist ein gutes Ergebnis", sagt Susanne Hertzer. "Aber bei der Darmkrebsvorsorge ist noch viel Luft nach oben." 

Hinweis für die Redaktion 

Insgesamt hatten Anfang des vergangenen Jahres 121.000 TK-Versicherte in Brandenburg einen Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung. Eine weitere Vorsorgeuntersuchung ist der Stuhltest. Für Menschen, die erblich bedingt oder aufgrund einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen, werden die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen wesentlich früher und auch häufiger empfohlen. Weitere Informationen zur Darmkrebsvorsorge und den Leistungen der TK finden sich auf www.tk.de