Saarbrücken, 27. September 2021. In der vergangenen Grippesaison haben sich im Saarland deutlich mehr Menschen gegen Influenza impfen lassen als die Jahre zuvor. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach hat sich an der Saar von September 2020 bis Ende März 2021 jede beziehungsweise jeder vierte TK-Versicherte (24,9 Prozent) impfen lassen. In den beiden Saisons zuvor waren es jeweils nur knapp über 15 Prozent gewesen.

Ein Anstieg war dabei über alle Altersgruppen hinweg zu beobachten. Bei den Saarländerinnen und Saarländern über 60 Jahren, für die eine Influenza-Impfung ausdrücklich empfohlen wird, ließ sich fast jede beziehungsweise jeder Zweite impfen. Die Impfquote stieg im Vergleich zur Vorsaison um mehr als 14 Prozentpunkte auf 48,8 Prozent. Damit lag das Saarland knapp über dem Bundesdurchschnitt von 46,5 Prozent.

Impfungen auch dieses Jahr wichtig

"Dieser Effekt ist klar auf die Coronapandemie zurückzuführen", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. "Es ist wichtig, dass die Quote auch in der anstehenden Grippesaison hoch bleibt. Denn so kann die Belastung des Gesundheitssystems reduziert werden", ergänzt er. Besonders die Risikogruppen sollten sich laut Groh gegen Influenza impfen lassen.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza impfen lassen.