Hamburg, 26. Mai 2021. Die Pneumokokken-Impfquote der über 60-jährigen TK-Versicherten in Hamburg hat sich im ersten Halbjahr 2020 vervierfacht. Sie ist deutlich auf 7,6 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor lag die Impfquote bei 1,9 Prozent. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Damit liegt Hamburg über dem bundesweiten Schnitt von 6,6 Prozent der Versicherten ab 60 Jahren, die eine Pneumokokken-Impfung erhalten haben. Im März 2020 hatte das Bundesgesundheitsministerium diese Personengruppe vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der mit der Erkrankung verbundenen Gefahr einer schweren Lungenentzündung zur Impfung aufgerufen. 

"Die Pneumokokken-Impfung wurde so stark nachgefragt, dass es zwischenzeitlich Lieferengpässe gab. Vermutlich hätten sich sonst noch mehr Versicherte impfen lassen, um die schweren Lungenentzündungen zu vermeiden, die durch Infektionen mit Pneumokokken ausgelöst werden können", so Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. "Daher ist der Impfschutz für ältere Menschen besonders wichtig. Dies gilt weiterhin. Wer sich gegen Pneumokokken impfen lassen möchte, sollte sich bei der Hausärztin oder dem Hausarzt beraten lassen", so Puttfarcken weiter.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Pneumokokken-Impfung generell für Menschen ab 60 Jahren sowie für Patientinnen und Patienten mit bestimmten chronischen Krankheiten. Ob und wann eine Auffrischung nach mehreren Jahren nötig ist, sollte mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin besprochen werden. Für Säuglinge empfiehlt die STIKO eine Grundimmunisierung mit drei Impfungen im Alter von zwei, vier und elf Monaten.