Dresden, 2. Februar 2021. In der ersten Coronawelle 2020 haben weniger Menschen Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch genommen. Nach Auswertungen der Techniker Krankenkasse (TK) ist in Sachsen der Rückgang beim Gesundheits-Check-Up am deutlichsten. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 und dem ersten Halbjahr 2020 sind Gesundheitsuntersuchungen bei anspruchsberechtigten TK-Versicherten Sachsen um 58 Prozent (bundesweit 52 Prozent) zurückgegangen. 

"Der gründliche Check ist eine wichtige Vorsorgeuntersuchung und hilft vor allem, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen oder eine Zuckerkrankheit rechtzeitig zu erkennen. Auch in der Corona-Zeit sollte dafür gemeinsam mit dem Arzt eine Lösung gefunden werden", sagte Katrin Lindner, Sprecherin der TK Landesvertretung Sachsen.

Auch Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wurden weniger wahrgenommen. Die Inanspruchnahme von Mammographien ist im ersten und zweiten Quartal 2020 in Sachsen um 23 Prozent (bundesweit 32 Prozent) geringer als im Vergleichszeitraum 2019. Zur Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs gingen in Sachsen 24 Prozent (bundesweit 18 Prozent) weniger TK-versicherte Frauen. Bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung für Männer ist im Freistaat ein Rückgang um 9 Prozent (bundesweit 14 Prozent) zu verzeichnen.

Hinweis für die Redaktion

Den Gesundheits-Check-Up können Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren einmal in Anspruch nehmen. Versicherte mit speziellen Risikofaktoren wie zum Beispiel Übergewicht oder Bluthochdruck wird im Rahmen der TK-Satzungsleistung alle 36 Monate eine weitere Untersuchung angeboten. Ab einem Alter von 35 Jahren ist der Check-up jedes dritte Jahr möglich. Wird eine Gesundheitsuntersuchung durchgeführt, ist in den auf das Untersuchungsjahr folgenden zwei Kalenderjahren, keine Gesundheitsuntersuchung durchzuführen. Der Gesundheits-Check-up dient der Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen. Er hilft bevölkerungsmedizinisch bedeutsame Krankheiten früh zu erkennen. Nach den Untersuchungen erfolgt eine abgestimmte präventionsorientierte Beratung einschließlich einer Überprüfung des Impfstatus.