Ziel des Projekts ist es, Kindern zu vermitteln, wie eine gesunde und zuckerfreie Ernährung aussehen und wie diese auch in den Schulalltag integriert werden kann. Regine Stein, Gesundheitsmanagerin bei der TK, und Katharina-Sophia Kaschke, Projektmanagerin bei aktiVital, erklären, worum es bei "Sherlock Sugar" konkret geht. 

Frau Stein, in den vergangenen Jahren hat die TK fast 800 Ernährungsprojekte gefördert. Warum spielt Prävention in diesem Bereich für die TK eine so große Rolle?

Stein: Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit unserer Versicherten. Durch die Gesellschaft hindurch betrifft sie jeden und ist gleichermaßen für alle bedeutend. Mit den unterschiedlichen Projekten können wir deshalb auch an ganz verschiedenen Punkten ansetzen und eine gesunde Ernährungskultur fördern. Wir wollen vermitteln, dass gesund und gut essen nicht gleichzusetzen ist mit Verzicht auf alles "Leckere". Gesunde Ernährung darf nicht mit erhobenem Zeigefinger vermittelt werden.

Regine Stein

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Gesundheitsmanagerin bei der Techniker Krankenkasse

Warum setzt das Projekt "Sherlock Sugar" bereits im Grundschulalter an?

Stein: Studien zeigen uns, dass Übergewicht und Adipositas bereits im Kindesalter häufig auftritt. Für die Entwicklung der Kinder ist das ausschlaggebend. Nicht nur die physische Entwicklung wird stark beeinflusst, sondern auch die psychische Entwicklung der Kinder kann unter Adipositas und Übergewicht leiden. Umso wichtiger ist es, dass wir schon früh bei den Kindern ein Bewusstsein für gesundes Essen schaffen. Denn je früher sie lernen, wie wichtig gesunde Ernährung für sie ist und wie gut diese ihnen tut, desto wirksamer ist Prävention. Das Projekt "Sherlock Sugar" zeigt, dass es außerdem hilft, wenn die Kinder das Thema in ihren Schulklassen aufgreifen. Hierdurch werden ihre Motivation und die Freude, sich mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen, gestärkt. 

Nicht nur die physische Entwicklung wird stark beeinflusst, sondern auch die psychische Entwicklung der Kinder kann unter Adipositas und Übergewicht leiden. Umso wichtiger ist es, dass wir schon früh bei den Kindern ein Bewusstsein für gesundes Essen schaffen.
Regine Stein

Wieso wird das Projekt gerade in Hamburg umgesetzt?

Stein: In den Hamburger Schulen treffen eine Vielzahl an Kulturen und sozialen Schichten aufeinander. Wir hoffen, diese über das Thema Ernährung miteinander zu verbinden. Und es passt auch zu einem der Projektziele: "Gleiche Startbedingungen für ein gesundes Leben schaffen". Darüber hinaus bietet sich Hamburg gut als Beispiel für andere Regionen an. 

Frau Kaschke, wie lernen Schülerinnen und Schüler, was gesunde Ernährung bedeutet? 

Kaschke: Spielerisches Lernen wird bei uns großgeschrieben - dafür bietet unser Kinder-Krimi Sherlock Sugar und Watson suchen die Marzipanmöhrenmafia den perfekten Rahmen. Die Schüler und Schülerinnen werden von den beiden Hauptprotagonisten zu Zuckerdetektiven ausgebildet, um diesen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Während die Kinder im Laufe des Buches den Kriminalfall um die Mascarpone-Brüder aufdecken, wird Ihnen Wissen rund um gesundheitsförderliche Ernährung mit speziellem Bezug auf Zucker vermittelt. Neben dem Unterricht erwartet sie ein spannender Aktionstag mit Sherlock und Watson persönlich! Selbstbestimmung spielt eine wichtige Rolle für den Lerneffekt: Wir setzen auf Erklärung anstatt auf Verbote. Wie lässt sich Zucker in Lebensmitteln entlarven? Welchen Effekt hat er auf Kopf und Körper? Wie geht man achtsam mit Zucker um? Zuckerdetektive kennen die Antworten auf diese Fragen. 

Katha­rina Kaschke

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Projektmanagerin bei aktiVital

"Sherlock Sugar und Watson auf zuckersüßer Mission" läuft seit mittlerweile einem Jahr. Wie ist ihr erstes Zwischenfazit? 

Kaschke: Sherlock und Watson konnten die ersten Schulklassen begeistern! Die Rückmeldungen der Lehrkräfte sind ebenfalls sehr positiv. Die beiden Hauptcharaktere schufen durch den spielerischen Ansatz und den Schwerpunkt Zucker einen ganz neuen Weg der Ernährungsbildung und konnten bestehende Projekte in den Pilotschulen großartig ergänzen. Gerade die fächerübergreifende Einsatzmöglichkeit der Inhalte von Heimat- und Sachkunde über Deutsch bis zu Mathematik der Inhalte wurde hinsichtlich der Einsetzbarkeit sehr positiv bewertet. Nicht nur die Kinder haben von dem Projekt profitiert, auch viele Lehrkräfte konnten durch die Workshops Erkenntnisse für sich selbst sammeln. Ausstehend sind jetzt noch Elternveranstaltungen, bei denen wir mit unseren Ernährungsexperten Impulse für eine gesundheitsförderliche Ernährung in den Familien setzen und die wichtigsten Informationen in Bezug auf Zucker im gemeinsamen Gespräch thematisieren. Am Ende profitieren nicht nur die Kinder, sondern auch deren Lehrkräfte und Eltern.

Hintergrund

Weitere Informationen zum Ernährungsprojekt Sherlock Sugar gibt es auf tk.de (Suchnummer 2032002). Auf der Website von unserem Partner aktiVital können sich interessierte Schulen für das Projekt anmelden.