Bremen, 3. Dezember 2021. Die Techniker Krankenkasse (TK) veranstaltet  Trainingstage für Streitschlichterinnen und Streitschlichter an Bremer Schulen. Acht Bremer Grund- und Oberschulen werden dabei in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule (LIS), der Unfallkasse Bremen (UK Bremen) und dem Förderverein des Zentralelternbeirats (Zebis e.V.) im Schuljahr 2021/2022 unterstützt.

Aktuell wird deutlich, dass das soziale Miteinander durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten hat. Auch an Schulen im Land Bremen wird von einem zunehmenden Konfliktpotenzial berichtet.

Die Schülerinnen und Schüler, die als Streitschlichter im Einsatz sind, sollen dabei helfen Konflikte in der Klasse zu lösen, bevor sie in körperliche oder psychische Gewalt ausarten. Sie leisten damit einen Beitrag zur Gewaltprävention und haben eine positive Wirkung auf das Schulklima.

Streitschlichtertrainings als Alternative

Um den Schülerinnen und Schülern trotz der Pandemie die Möglichkeit zu geben sich im Bereich Streitschlichtung fortzubilden und auszutauschen wird unter professioneller Anleitung der Mediationsstelle Brückenschlag e.V. ein jeweils eintägiger Trainingstag angeboten. Je zwei Freiwillige pro Klasse lernen Konfliktgesprächen zu führen und in Streitsituationen richtig zu reagieren.

Individuelles Schulungsprogramm

"Nicht gelöste Konflikte können den Schulalltag beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall endet ein ungeklärter Streit in Gewalt oder gar Mobbing mit lebenslangen Folgen für die Opfer. Streitschlichterinnen und Streitschlichter können hier helfen und lernen gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen", so Olaf Brockmann, Pressesprecher der TK Landesvertretung Bremen.

Meike Herminghausen vom LIS sagt: "Das Besondere der Streitschlichtertrainings ist, dass sie ganz individuell auf den Bedarf an der jeweiligen Schule zugeschnitten sind. Dadurch wird eine bestmögliche Unterstützung gewährleistet. Die Streitschlichtung zu unterstützen, ist ein wichtiger Baustein hin zu einer so nötigen konstruktiven Streitkultur."