Nürnberg, 18. September 2020. Die kommunale Gesundheitsberichterstattung verdeutlicht, dass es genderspezifische Unterschiede in der gesundheitlichen Situation in Nürnberg gibt. Das betrifft die Lebenserwartung, das Risikoverhalten, die zur Verfügung stehenden Gesundheitsressourcen und die Inanspruchnahme von Angeboten der Gesundheitsvorsorge. Für Jungen und Männer gibt es in Nürnberg nur wenige spezifische Maßnahmen zur Primärprävention und Gesundheitsförderung. Um diese Angebote zu vernetzen, zu koordinieren und auszubauen unterstützt die Techniker Krankenkasse (TK) das Projekt 'Männergesundheit' der Stadt Nürnberg mit 294.734 Euro.

Männer vernachlässigen ihre Gesundheit

"Männer vernachlässigen ihre Gesundheit. Sie lassen eher das Auto durchchecken als den eigenen Körper", so Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern. "Wir sehen das besonders bei den Vorsorgeuntersuchungen, an denen nur ein Viertel der Männer teilnimmt. Bei den Frauen sind es über 60 Prozent."

"Wir wollen die körperlichen und psychischen Belastungen der Jungen und Männer durch die Entwicklung und Stärkung einer achtsamen und vernetzten Gesundheits- und Präventionskultur signifikant verringern", so die Grünen-Politikerin Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

TK fördert Stadt Nürn­berg

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Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, und Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern

Gesundheit schützen - Strukturen verbessern

Um dies zu erreichen, hat die Stadt Nürnberg das Projekt 'Kommunale Koordinierung Jungen- und Männergesundheit in Nürnberg' ins Leben gerufen, das bis zum Jahr 2022 läuft. "Die Stadt Nürnberg hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit von Jungen und Männern zu schützen und zu verbessern", erklärt Diplom-Politikwissenschaftlerin Britta Walthelm. Der erste Schritt ist die Verbesserung der Strukturen. Eingebunden werden sollen unter anderem die Gesundheitsberichterstattung, die Gesundheitskoordination im Stadtteil, die Gesundheitsregion plus, die Gleichstellungsstelle, die Psychiatriekoordination mit dem Bündnis seelische Gesundheit für Kinder und Jugendliche, die Fachstelle Sexuelle Gesundheit und die medizinische Fachstelle für Flüchtlinge.

Die notwendigen Maßnahmen unterstützt die TK mit insgesamt 294.734 Euro. Bayerns TK-Chef Christian Bredl wünscht dem Projekt viel Erfolg und betont, dass die Projektförderung mit einer Erfolgskontrolle verbunden ist. Britta Walthelm: "Wir freuen uns, dass unser Projekt 'Männergesundheit' die hohen Qualitätskriterien der Techniker Krankenkasse erfüllt und mit dieser großen Summe gefördert wird."

Zur Person

Britta Walthelm ist 1980 in Nürnberg geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre sowie an der University of Manchester, wo sie den Abschluss Master of Arts in den Fächern European Politics and Policy erlangte. 2007 beendete sie ihr Studium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Diplom-Politologin Univ.  
 
Die 39-jährige Diplom-Politikwissenschaftlerin war in der vergangenen Stadtratsperiode stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, fachlich und federführend verantwortlich für den Umweltbereich. Außerdem war sie stellvertretende Vorsitzende im Umweltausschuss und im Werkausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Nürnberg.

Zuvor war sie als Geschäftsführerin und Referentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung mit Fokus auf Nachhaltigkeitsthemen tätig. Von 2013 bis 2017 war sie im Landesvorstand Grüne Bayern unter anderem für strategische Neuausrichtung und organisatorische Professionalisierung des Landesverbands im Hinblick auf die Landtagswahl 2018 mit verantwortlich.