Bremen, 22. Januar 2020. Der Zusammenhang zwischen der sozialen und gesundheitlichen Lage wurde in jüngster Zeit häufig thematisiert. Auch der Bremer Landesgesundheitsbericht 2019 stellte im letzten Jahr fest, dass die Bewohner der ärmeren Stadtteile Bremens und Bremerhavens neben einer kürzeren Lebenserwartung, deutlich häufiger von Krankheit betroffen sind als ihre Mitbürger in den besser situierten Gebieten der Städte. Um den Folgen dieser Entwicklung zu begegnen werden unter anderem Strategien der Gesundheitsförderung und Prävention umgesetzt.

Auch die Techniker Krankenkasse (TK) sieht hier den richtigen Ansatz und macht sich für das Thema stark. Städte und Gemeinden die einen schlüssigen Weg für die Umsetzung von Gesundheitsförderung einschlagen wollen, werden dabei mit Mitteln aus dem TK-Verfügungsfonds unterstützt.

Lokale Bedürfnisse als Maßstab

Für 2020 werden nun auch im Bremer Stadtteil Vahr unterschiedlichste Mikroprojekte mit insgesamt bis zu 30.000 Euro gefördert werden. Ziel des TK-Verfügungsfonds ist es positive, gesundheitsförderliche Lebensbedingungen im Stadtteil zu schaffen, sowie die Anregung von gesundheitsförderlichem Verhalten innerhalb der Bevölkerung.

Im Fokus stehen dabei Projekte aus den Handlungsfeldern Ernährung, Bewegung, Stressreduktion und Entspannung, Gewaltprävention und Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln. Praktische Beispiele aus dem Bundesland Hamburg sind Ernährungskurse für Kinder oder Stressmanagment-Schulungen für berufstätige Frauen.

Um diese Ziele nachhaltig zu erreichen orientieren sich die geförderten Maßnahmen an den Bedürfnissen der Menschen und sind leicht zugänglich gestaltet. Dem Projekt zugrunde liegt ein kooperativer Ansatz der zum Beispiel die Miteinbeziehung des Beirates oder eines Runden Tisches vorsieht.

Integration und Partner vor Ort

In Sachen Reichweite oder Umfang können die vom TK-Verfügungsfonds geförderten Projekte variieren, sind aber eingebunden in das langfristige Gesamtkonzept „Gesunder Stadtteil“, das die gesundheits- und sozialpolitische Zusammenarbeit der relevanten Akteure verbessern möchte.

Das Familien- und Quartierszentrum Neue Vahr Nord (FQZ) ist der Projektpartner der TK und stellt mit Julia Törper eine feste Ansprechpartnerin, die Ideen und Anliegen aus dem Stadtteil entgegen nimmt und den Antragsprozess begleitet.

Zitate

Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz: "Heute ist ein guter Tag für die Gesundheitsförderung im Quartier. Die basis-orientierte Anstrengung unter Federführung des Quartiersmanagers Dirk Stöver und die gute Zusammenarbeit der Ressorts Soziales und Gesundheit mit der Techniker Krankenkassen zeigt, wie Gesundheitsförderung im Stadtteil gelingen kann."

Dr. Susanne Klein, Leiterin der TK Landesvertretung Bremen: "Gesundheitsbewusstsein und -risiken sind in unserer Gesellschaft unterschiedlich stark ausgeprägt. Mit dem TK-Verfügungsfonds fördern wir gezielt niedrigschwellige Angebote in sozial benachteiligten Stadtteilen, die auf dem Weg zu einer "Gesunden Kommune" sind. Alle relevanten Akteure vor Ort werden dabei miteinbezogen, um eine nachhaltige Wirkung zu erzeugen."

Julia Törper, stellv. Familien- und Quartierszentrum Neue Vahr (FQZ): "Wir vom FQZ freuen uns sehr, dass wir nun, durch die Kooperation mit der Techniker Krankenkasse, die Möglichkeit haben, das Thema Gesundheit einen großen Schritt weiter voran bringen können, zum Beispiel durch weitere kostenlose Gesundheitskurse, die eng an den Bedarfen der Bewohner/innen orientiert sind, durch Qualifizierungsmaßnahmen unter anderem für Multiplikator/innen und durch die Intensivierung der Netzwerkarbeit zum Thema Gesundheit hier im Stadtteil Vahr."

Bernd Siegel, Sprecher des Beirates Vahr: "Der Beirat Vahr setzt sich dafür ein, dass mehr Angebote in der Vahr gemacht werden, die zur Förderung der Gesundheit beitragen. Deshalb freuen wir uns sehr über die großzügige finanzielle Unterstützung der Techniker Krankenkasse  zum Beispiel für Projekte im Bereich Bewegung und Ernährung, die in Einrichtungen des Stadtteils Vahr durchgeführt werden sollen."

Hinweis für die Redaktion

Die Kooperationsvereinbarung zwischen der TK und dem FQZ sieht eine Förderhöchstsumme von 30.000 Euro für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 vor. Geeignete Projekte können Qualifizierungsmaßnahmen, Kurse zur Gesundheitsförderung, Aktivitäten der Vernetzung, Vermittlung von Informationen oder Qualitätssicherung sein.

Das FQZ ist seit Mai 2010 ein Ort der Begegnung und Kommunikation im Stadtteil Bremen-Vahr. Zum Angebot zählen Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote sowie Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen. Daher ist das FQZ mit seiner Expertise ein wichtiger Partner für den fachgerechten Einsatz der Fördermittel des TK-Verfügungsfonds.

Rückfragen an das Familien- und Quartierszentrum Neue Vahr Nord e.V.
Frau Julia Törper
gesundheit@mgh-fqz.de