Schwerin, 25. November 2021. Der befürchtete Rückgang von Früherkennungsuntersuchungen während der Corona-Pandemie 2020 ist in Mecklenburg-Vorpommern weitestgehend ausgeblieben. Dies zeigt eine Auswertung von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse. Früherkennungsuntersuchungen werden in Deutschland schon seit vielen Jahren eher weniger in Anspruch genommen, die Pandemie hat daran jedoch nur teilweise und eher geringfügig etwas verändert.

Größte Einbußen bei Check-Up-Untersuchungen

Eine etwas deutlichere Abnahme der durchgeführten Untersuchungen ist nur in einzelnen Vorsorge-Angeboten zu beobachten. So gehört beispielsweise der Rückgang bei den Check-Up-Untersuchungen um 7,8 Prozentpunkte bei den Frauen und 7,2 Prozentpunkte bei den Männern zu den auffälligsten. "Auch die allgemeinen Check-Ups sind wichtig und aufschlussreich. Je früher eine Krankheit erkannt wird, desto besser lässt sie sich therapieren und im Idealfall auch heilen. Daher appellieren wir an die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, sich über die Chancen und Risiken von Früherkennungsuntersuchungen zu informieren und sich bewusst für oder gegen das Angebot zu entscheiden", betont Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung in M-V. "Leider verdrängen viele Menschen das Thema und bereuen es später, wenn sie von einer der Krankheiten betroffen sind, dass sie sich nicht früher mit der Früherkennung von Krankheiten auseinandergesetzt haben." 
Auch bei den Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen (per Stuhlprobe) gibt es einen Rückgang um 5,3 Prozentpunkte bei den Frauen und 3,4 Prozentpunkte bei den Männern. Bei der Mammographie gehört die Abnahme in Mecklenburg-Vorpommern um 4,5 Prozentpunkte zu den stärksten Abwärtsentwicklungen unter den deutschen Bundesländern.

Hinweis für die Redaktion

Weiterführende Informationen rund um das Thema bietet die TK ihren Versicherten online im Bereich für Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen.