Mainz, 10. Juli 2019. Etwa fünfte Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz (18,7 Prozent) ist 2018 vorzeitig in den Ruhestand gegangen und hat dann eine sogenannte Erwerbsminderungsrente empfangen. Das teilt die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Mainz mit und beruft sich auf Daten der Deutschen Rentenversicherung. Demnach bezogen von insgesamt 48.228 Neurentnern vergangenes Jahr 9.003 Erwerbsminderungsrente. 

Bundesländervergleich: Zahl der Frührentner variiert 

Der Anteil der Rentner, die wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden, variiert unter den Bundesländern stark: Während im Nachbarland Baden-Württemberg mit 14,5 Prozent der geringste Anteil der ehemals Erwerbstätigen vorzeitig Rente erhielt, waren es in Mecklenburg-Vorpommern 24,3 Prozent. Somit liegt das Land im Ranking ganz vorne. Bundesweit sind im vergangenen Jahr 18,1 Prozent der Erwerbstätigen früher in Rente gegangen. 

Unterschiedliche Beschäftigungsarten spielen eine Rolle

Jörn Simon, TK-Landeschef in Rheinland-Pfalz: "Warum in einigen Bundesländern mehr Menschen in Frührente gehen als in anderen Teilen Deutschlands, darüber lässt sich nur spekulieren. Regionale Unterschiede hinsichtlich der Beschäftigungsarten spielen aber gewiss eine große Rolle." Menschen, die beruflich schwere körperliche oder psychische Herausforderungen stemmen mussten, seien sicher oft gezwungen früher in Rente zu gehen. Eine positive Entwicklung sei zudem, dass gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Betrieben mehr und mehr Bedeutung gewinnen, so der TK-Landesvertretungsleiter weiter. Simon: "Angesichts des demografischen Wandels und des einhergehenden Fachkräftemangels wissen Arbeitgeber heute, wie wichtig es ist, dass Menschen so lange wie möglich leistungsfähig einer Erwerbstätigkeit nachgehen können."

TK unterstützt Unternehmen und Hochschulen

Als Gesundheitspartner unterstützt die TK Unternehmen und Hochschulen dabei, Programme zur Gesundheitsförderung zu entwickeln und diese in den Arbeitsalltag zu integrieren. Ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement müsse sich dabei an den Bedürfnissen aller Altersklassen orientieren, betont Simon.

Digitale Angebote für die Gesundheit

Neben gesundheitsfördernden Maßnahmen am Arbeitsplatz, tragen digitale Anwendungen zu einem besseren Befinden bei. So bietet die TK zum Beispiel den GesundheitsCoach an, bei dem die Nutzer online etwas für ihre Gesundheit tun können. Das TK-AntistressCoaching empfiehlt praktische Übungen für mehr Gelassenheit im Alltag.

Hinweis für die Redaktion

Die Deutsche Rentenversicherung ist der größte Träger der deutschen Rentenversicherung und versichert über 50 Millionen Menschen in Deutschland. Die vorliegenden Zahlen basieren auf Daten zu Rentenzugängen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.