Chemnitz, 30. April 2019. Studierende führen ein lässiges und entspanntes Leben? Ein Klischee. Tatsächlich sieht die Realität oft anders aus: Jeder vierte Studierende klagt über ein hohes Stresserleben und Erschöpfung, so eine Studie der TK mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und der Freien Universität Berlin. Auch Professoren, Dozenten und Mitarbeiter an Universitäten sind in ihrer Arbeitswelt mit hohen Belastungen konfrontiert. 

Gesundheit in den Hochschulalltag integrieren

Vor einem Jahr starteten TU Chemnitz (TUC) und TK deshalb ein dreijähriges Projekt zum Gesundheitsmanagement an der Chemnitzer Alma Mater. Gemeinsam stellen sie sich den wachsenden Anforderungen der Digitalisierung und den Veränderungen des Universitätsbetriebes. "Ganz wichtig ist es, eine geeignete Struktur für Gesundheitsförderung zu schaffen. Wir wollen gemeinsam den betrieblichen Belastungen entgegen wirken und das Thema Gesundheit stärker in den Hochschulalltag integrieren", fasst Anja Bahn, Leiterin Kundenservices der TK in Chemnitz, die Ziele zusammen.

Dafür ist eine langfristige Kooperation notwendig. Dabei werden gemeinsam zielgerichtete Programme entwickelt: "Das können beispielsweise Schulungen der Führungskräfte zu Stressmanagement oder besserer interner Kommunikation sein", so Bahn weiter. "Auch das Thema Wiedereingliederung in den Beruf nach einer schweren Krankheit oder neue Präventionsmaßnahmen an der Uni können wir je nach Bedarf einplanen."

Zusammenarbeit hat sich bewährt

TUC und TK arbeiten bereits seit vielen Jahren bei der Gesunderhaltung der Mitarbeiter und Studenten der TUC zusammen. So können Mitarbeiter der TUC beispielsweise TK-gefördert am Hochschulsport teilnehmen. Auch für Auszubildende an der TUC gibt es spezielle Kurse zum gesundheitsförderlichen Verhalten im Beruf. Die Studierenden der TUC lernen, mit Stress besser umzugehen und mentale Strategien gegen den ansteigenden Leistungsdruck zu entwickeln. 

Netzwerktreffen "Gesundheit vervielfachen"

Die Zusammenarbeit mit der TUC ist nur ein Beispiel der betrieblichen Gesundheitsförderung der TK bei Unternehmen und Hochschulen im Raum Chemnitz. Mit dem Ziel, diese Partner miteinander ins Gespräch zu bringen, startet am 30. April 2019 das erste Netzwerktreffen "Gesundheit vervielfachen" in Chemnitz.

Schwerpunkt dieser ersten Netzwerkveranstaltung mit Vertretern von Chemnitzer Unternehmen, Anbietern von Gesundheitsprogrammen, der TUC, der Hochschule Mittweida sowie der TK ist das Thema emotionale Intelligenz im Arbeitsalltag. Der überregional tätige Arbeits- und Gesundheitspsychologe Benjamin Pause wird sich in einem Impulsvortrag damit beschäftigen, wie Führungskräfte im modernen Arbeitsprozess die individuellen Ressourcen ihrer Mitarbeiter koordinieren und fördern können.