Berlin, 4. Februar 2021. Die Zahl der Krankheitstage ist im vergangenen Jahr in Berlin leicht zurückgegangen. Das zeigen aktuelle Vorabdaten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach sank der Krankenstand in Berlin gegenüber 2019 um 3,7 Prozent. 

Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg: "Der Rückgang der Fehlzeiten hat verschiedene Ursachen. Durch die Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wie Abstands- und Hygieneregeln sind andere infektiöse Krankheiten im vergangenen Jahr wohl zurückgedrängt worden." 

Regionale Unterschiede 

In der Hauptstadt fehlten die Erwerbspersonen im Jahr 2020 durchschnittlich 15,4 Tage (2019: 16,0 Tage). Damit liegt Berlin knapp über dem Bundesdurchschnitt von 15,1 Tagen. Die meisten Fehltage gab es in Mecklenburg-Vorpommern, die wenigsten in Baden-Württemberg. 

Der Rückgang in Berlin zog sich durch fast alle Diagnosekapitel (Krankheitsgruppen). Am stärksten gingen die Krankschreibungen aufgrund von Krankheiten der Haut und der Unterhaut, Krankheiten des Nervensystems und der Sinnesorgane sowie bei bestimmten infektiösen und parasitären Krankheiten zurück. 

Die häufigsten Ausfalltage verursachten im vergangenen Jahr erneut psychische Erkrankungen. Dort liegt Berlin deutlich über dem Bundesdurchschnitt - Berliner Versicherte fehlten deshalb im vergangenen Jahr durchschnittlich 3,3 Tage. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Atemwegserkrankungen sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.  

Hinweis für die Redaktion 

Die Vorabdaten stammen aus dem TK-Gesundheitsreport 2021. Grundlagen bilden die bei der TK versicherten Erwerbspersonen in Berlin zwischen 15 und 65 Jahren. Dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger des Arbeitslosengeldes I.