Magdeburg, 9. Dezember 2020. Trotz der Corona-Pandemie war der Krankenstand in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr 2020 niedriger als in den Vorjahren. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Von Januar bis Ende Juni lag die Quote im Bundesland danach bei durchschnittlich 5,48 Prozent und somit unter den Vorjahreswerten von 5,57 Prozent im Jahr 2019 beziehungsweise 5,76 Prozent im Jahr 2018.

Mit diesem Rückgang liegt Sachsen-Anhalt entgegen dem Bundestrend. Deutschlandweit verzeichnete die Kasse in den ersten sechs Kalendermonaten dieses Jahres einen durchschnittlichen Krankenstand von 4,36 Prozent. Das war leicht über dem Vorjahresniveau von 4,33 Prozent. Zum Vergleich: 2018 lag die Quote noch bei 4,48 Prozent.

Wie in den Vorjahren lag der Krankenstand in Sachsen-Anhalt auch im ersten Halbjahr 2020 deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Sachsen-Anhalt-Quote wurde im Ländervergleich nur noch von Brandenburg (5,54 Prozent) und dem bundesweiten Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern (5,68 Prozent) übertroffen. Am unteren Ende der Skala fanden sich erneut Baden-Württemberg und Bayern mit einem Krankenstand von 3,61 beziehungsweise 3,76 Prozent.

Hinweis für die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,3 Millionen versicherten Erwerbspersonen ausgewertet, davon rund 65.000 in Sachsen-Anhalt.

Zu den Erwerbspersonen zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.