Saarbrücken, 19. Dezember 2018. Fast jeder zweite Beschäftigte im Saarland ist Berufspendler und fährt zur Arbeit in einen anderen Landkreis. Rund jeder sechste davon nimmt dabei sogar mehr als 50 Kilometer auf sich. Das geht aus dem Report "Mobilität in der Arbeitswelt" der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Insgesamt sind die Pendler im Saarland nicht länger krankgeschrieben als Beschäftigte mit kurzem Arbeitsweg. Allerdings weisen sie bei einzelnen Diagnosen höhere Fehlzeiten auf und sind beispielsweise deutlich häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als Nichtpendler. Während auf jeweils einhundert Beschäftigte mit kurzen Wegen im vergangenen Jahr 263 Fehltage auf psychische Erkrankungen entfielen, lag die Quote bei den Pendlern, die weiter fahren müssen, bei 341 Tagen. 

"Wir möchten mit der aktuellen Studie auch bei den Unternehmen für ein modernes betriebliches Gesundheitsmanagement werben, das sich auch den Problemen des Pendelns widmen muss", so Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. "Dazu gehören etwa intelligente Schichtpläne, gute Arbeitsorganisation und Digitalisierung. Allerdings haben die Beschäftigten mit ihrem Verhalten auch Einfluss darauf, wie belastend das Pendeln für sie wird und wie sie gegensteuern können - zum Beispiel mit ausgleichender Bewegung oder mit Fahrgemeinschaften."

Hinweis an die Redaktionen

Das Dossier "Mobilität in der Arbeitswelt" ist eine Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports, für den die TK jährlich die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der Versicherten mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung analysiert. Für die vorliegende Studie wurden Daten von 2011 bis2017 der jahresdurchschnittlich 3,6bis 4,8 Millionen TK-versicherten Beschäftigten von 15 bis unter 65 Jahren untersucht. Rund 44.000 davon hatten ihren Wohnsitz im Jahr 2017 im Saarland. Zu den Erwerbspersonen zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I.

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